Brandenburg-Liga 2011/12 (Stand 18.05.2012)

Spielbericht

27. Spieltag - Freitag, 18.05.2012 - 19:00

FV Preußen Eberswalde (10.) - SV Babelsberg 03 II (6.) 1:1 (1:0)

FV Preußen Eberswalde: Swen Lichtenberg, Wojciech Gregula, Sebastian Schmidt, Konrad Schulz, Steffen Sasse, Christian Rauch, Felix Kalohn, Eric Brien (59. Marcus Bülow), Steven Zimmermann, Christian Schlegel (82. Aaron Semmling), Rico Eichstädt (90. Tim-Marvin Mengel); Trainer: Torsten Maerz

Kader: Matthias Tews, Philipp Heinrich

SV Babelsberg 03 II: Falko Lenz, Sven Peuschel, Robin Sommer (46. Mustafa Mahmoud), Martin Neubert, Alen Pitesa, Benjamin Kinsky, Florian Müller, Gleb Thomas (67. Tilman Käpnick), Kon-Ho Lee, Christopher Michaelis, Hans Karaj; Trainer: Thomas Leek

Kader: Marc-Philipp Zuch, Tom Kantak, Patrick Habler, Sven Moritz

Tore: 1:0 Christian Rauch (33.); 1:1 Florian Müller (90.)

Schiedsrichter: Matthias Alm (Fürstenwalde)

Zuschauer: 145

Gelbe Karte: Wojciech Gregula (3.) (38.), Konrad Schulz (3.) (52.) / Benjamin Kinsky (6.) (54.), Kon-Ho Lee (4.) (81.)

(MOZ) Wieder eine große Enttäuschung für die Preussen: In der Schlussminute wurde der siebente Heimsieg unnötig verschenkt. Gegen den Tabellen-13. aus Babelsberg gab es so nur ein 1:1-Unentschieden. Die Gäste freuten sich dagegen über den Last-Minute-Punkt imAbstiegskampf. Nach den Chancenanteilen im gesamten Spielverlauf wäre ein Sieg der Gastgeber vollauf verdient gewesen. Auch ohne die gesperrten Kristian Stelse und Rico Musick (beide 5. Gelbe) kam die Mannschaft von Preussentrainer Torsten Maerz gut ins Spiel.Eric Brien setzte mit einem Kopfball gleich in der Anfangsphase das erste Achtungszeichen (8.). Die Gäste aus der Filmstadt Babelsberg brillierten mit schnellem Spiel über die Flügel. Wobei Kon-Ho Lee auf Rechtsaußen für viel Wirbel sorgte und Verteidiger Steffen Sasse mehrfach herausforderte.Dann wieder Eric Brien (24.), doch ein Abwehrspieler vereitelte die gute Möglichkeit zum Torerfolg. Überhastet auch sein Abschluss in der 31. Minute. Dafür traf Christian Rauch mit seinem 40-Meter-Freistoß direkt ins Tor. Von der Außenlinie, in Höhe der Coaching-Zone, gelang ihm die 1:0-Führung (33.). Niemand schien sich im Gewühl vor dem Tor für den Ball zuständig gefühlt zu haben. Zudem irritierte Felix Kalohn mit seinem angetäuschten Kopfballversuch auch Gästekeeper Falko Lenz.Weitere Chancen folgten. Rauch auf Sasse, der den durchgestarteten Kalohn bediente. Etwas überhastet abgezogen, strich dessen Schuss am Pfosten vorbei. Von den Gästen, die zwar ein schnelles Spiel aufzogen, ging wenig Torgefahr aus, zu souverän stand die Eberswalder Innenverteidigung mit Konrad Schulz und Sebastian Schmidt.SVB-Trainer Thomas Leek reagierte zur Pause, stellte um, brachte mit Mustafa Mahmoud einen weiteren Stürmer, der sofort für mehr Druck nach vorn sorgte. Aber echte Sorgen mussten sich die Eberswalder nicht machen. Den Gästeangriffen fehlte es in der Folge an Präzision und Durchschlagskraft. Die eigenen Angriffe der Platzherren hielten sich aber gleichfalls in Grenzen. Brien (49.) nach Sasse-Zuspiel und Steven Zimmermann (58.) auf Rico Eichstädt, dessen Schuss Brien im Abseits erreichte, waren noch das Beste.Einmal musste Torwart Swen Lichtenberg gegen den besten Babelsberger, Florian Müller (61.), glänzen. Gästetrainer Leek setzte alles auf eine Karte, wechselte erneut und schickte seinen Abwehrchef und Kapitän, den 31-jährigen Martin Neubert, nach vorn. Der SVB spielte jetzt auf Augenhöhe, wie Leek später bemerkte, wollte unbedingt den Torerfolg.Dem waren aber die Preussen durch Schlegel (72.) viel näher. Keeper Lenz vereitelte die Riesenchance. Zudem fehlte Eichstädt die Kraft aus Nahdistanz (79.) für eine Vorentscheidung zu sorgen. Im Gegenzug fast der Ausgleich durch Christopher Michaelis. Lichtenberg blieb Sieger. Nachdem Zimmermann mit einer Granate (87.) und Kalohn (89.) nicht trafen, schien alles auf einen knappen Arbeitssieg für die Preussen hinauszulaufen.Noch eine Minute Spielzeit zeigte der Schiri an, als es Freistoß für die Gäste an der gleichen Stelle wie beim Preussen-Treffer gab. Preussen nutzte die Gelegenheit, wechselte noch einmal, um einige Sekunden zu gewinnen. Der folgende Freistoß, von Lee geschlagen, segelte in den Strafraum, wo Florian Müller per Kopf zum 1:1-Ausgleich traf. Keiner hatte auf den bundesligaerfahrenen Spieler geachtet. Kurz darauf war die Begegnung aus. Wieder einmal hatten die Eberswalder gegen eine Elf aus dem Tabellenkeller zwei Punkte in den Schlusssekunden verschenkt.

---------------------

Als SV-Babelsberg-Spieler Florian Müller am Freitagabend in der Brandenburgliga-Partie gegen den FV Preussen Eberswalde die Kugel in letzter Minute per Kopf im gegnerischen Tor versenkte, sicherte er damit nicht nur seiner Mannschaft einen verdienten Punktgewinn, sondern beendete zugleich die bis dato 339 Minuten andauernde Torflaute des Babelsberger Reserveteams. In einer durchaus unterhaltsamen Partie erspielten sich die Gäste zunächst eine optische Gelegenheit und hätten frühzeitig in Führung gehen können, Hansi Karaj verpasste jedoch eine präzise Flanke von Benjamin Kinsky um Haaresbreite (9.). Jubeln durften stattdessen die Hausherren, die mit der praktisch ersten Torchance das 1:0 erzielten. Wenig später bot sich Felix Kalohn die Möglichkeit zum 2:0, auf rechts freistehend jagte er jedoch den Ball über den Kasten (37.).Reservetrainer Thomas Leek reagierte in der Pause, Kon-Ho Lee und Mustafa Mahmoud bildeten nun die Sturmspitzen, während Christopher Michaelis und Hansi Karaj die Außenpositionen besetzten. Diese Umstellung zeigte Wirkung, Babelsberg agierte nun deutlich gefährlicher und wäre fast durch Mustafa Mahmoud zum Ausgleich gekommen, Preussen-Keeper Swen Lichtenberg klärte aber im letzten Moment (67.). Die Eberswalder Mannschaft lauerte auf Kontermöglichkeiten und hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß. Als dann nur noch Sekunden zu spielen waren, fand jedoch ein lang geschlagener Freistoß von Kon-Ho Lee den Weg auf den Kopf von Florian Müller, der zum 1:1 für die Babelsberger einköpfte (90.). „Wir wollten heute unbedingt diesen einen Punkt, haben dafür viel riskiert und sind am Ende belohnt worden“, sagte ein zufriedener Thomas Leek.


Generiert mit Professional League