Brandenburg-Liga 2011/12 (Stand 10.12.2011)

Spielbericht

15. Spieltag - Samstag, 10.12.2011 - 13:00

Eisenhüttenstädter FC Stahl (7.) - SG Blau-Gelb Laubsdorf (2.) 0:2 (0:0)

Eisenhüttenstädter FC Stahl: Christian Lehmann, Christoph Wunder, Tom Rönsch, Carsten Hilgers, Tony Wernicke, Marcus Kerl (28. Alexander Mauch), Christian Zacharias, Aaron Eichhorn, Aron Mentz (76. Stefan Meissner), Christoph Nickel (86. Jan Bernhard), Denny Grünberg; Trainer: Harrry Rath

Kader: Dietrich Lichtner

SG Blau-Gelb Laubsdorf: André Thoms, Hans Leupold, Sven Kubis (89. Christian Kiel), Steven Specht (64. Tobias Voigt), Alexander Golnik, Marvin Wegner (87. Paul Schötzigk), Marcus Winkler, Sven Jordan, Matthias Jäckel, Sebastian Nuhs, Marcus Dörry; Trainer: Jürgen Meseck

Kader: Alexander Schwella, Patrick Lisinski

Tore: 0:1 Marvin Wegner (67.); 0:2 Marcus Dörry (84.)

Schiedsrichter: Matthias Alm (Fürstenwalde)

Zuschauer: 125

Gelbe Karte: Dietrich Lichtner (52.), Aron Mentz (67., Foulspiel) / Sebastian Nuhs (4.) (69., Foulspiel), Tobias Voigt (3.) (75., Foulspiel)

Rote Karte: Christian Zacharias (25., Gobe Unsportlichkeit) / -

(MOZ) Fußball-Brandenburgligist EFC Stahl hat sich mit einer 0:2 (0:2)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn Blau-Gelb Laubsdorf von seinem Publikum aus diesem Jahr verabschiedet. Der EFC überwintert als Zehnter.Beide Mannschaften begannen relativ verhalten, die Gäste jedoch zunächst mit dem Plus an Strafraumszenen (2. Sven Kubis, 9. Marcus Winkler, 13. Sebastian Nuhs). Die erste verheißungsvolle Offensiv-Aktion verbuchte Stahl erst nach 19 Minuten durch Danny Grünberg, der aus Nahdistanz jedoch vergab. Dass der EFC nicht mit der zu Hause gewohnten Dominanz agierte, war dem frühen Feldverweis gegen Offensivspieler Christian Zacharias geschuldet.

Zacharias war bei einem Vorstoß auf der rechten Außenbahn mit Marcus Winkler zusammengeraten, wobei beide etwas rustikal vorgingen (23.). Nachdem Winkler noch einmal das Bein ausstreckte, habe Zacharias laut eigener Aussage gesagt: "Wir hacken hier nicht rum, du Bauer." Der Linienrichter hatte jedoch etwas völlig anderes verstanden ("verpiss dich, du Pisser") und daraufhin den Schiedsrichter Matthias Alm informiert, der sofort mit Rot agierte. Ansonsten zückte der Fürstenwalder in einem von Nicklichkeiten geprägten Spiel erst recht spät den Gelben Karton.Insgesamt blieb Stahl bei Freistößen (42., 70. Carsten Hilgers) und einigen Strafraumszenen (56. Aron Mentz, Außenpfosten, 58. Alexander Mauch von der Strafraumgrenze, 81. Grünberg, Kopfball) zu harmlos.Nachdem EFC-Schlussmann Christian Lehmann einen platziert geschossenen Freistoß von Marcus Winkler noch zum Eckball lenkte (53.), Sven Jordan bei einem Aufsetzerball nach Flanke von Marvin Wegner den Pfosten traf (54.) und Tom Rönsch einen Kopfball von Mathias Jäckel von der Linie köpfte (62.), traf Marvin Wegner nach einer guten Stunde für die Gäste. Er hatte einen Freistoß hoch in den Torraum geschlagen, Torjäger Sven Kubis lenkte anscheinend Lehmann noch etwas ab und der haltbare Ball landete im Netz. "Lehmann hatte freie Sicht, kein Spieler befand sich dazwischen, den Ball muss er eigentlich haben", sagte EFC-Trainer Rath kurz und bündig.Stahl kämpfte zwar um den Ausgleich, doch als Rönsch zehn Meter vor dem Strafraum ein Fehlabspiel an Marcus Dörry unterlief, ließ sich dieser mit einem halbhohen Schuss aus etwa zwölf Metern die Chance nicht entgehen (84.). "Wer sich selbst unnötig in Unterzahl bringt und dazu Chancen vergibt, muss sich über die Niederlage nicht wundern", erklärte Rath. Zwar war er insgesamt mit der Hinrundenausbeute von 19 Zählern recht zufrieden, doch haderte er etwas mit dem Ausgang des Spieles. "Beim Feldverweis hätte der Schiedsrichter gerade zu so einem frühen Zeitpunkt des Spieles etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen können. Ausgerechnet in dieser Phase verloren wir noch Marcus Kerl wegen einer Verletzung." Somit war Rath bereits nach einer halben Stunde zweier wichtiger Offensivspieler beraubt. Kerl war mit dem Stollen im Rasen hängen geblieben und zog sich wahrscheinlich einen Leistenbruch zu.

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Blau-Gelb begann sehr konzentriert und biss sich mit Einsatz-und Laufstärke in das Spiel hinein. Sven Kubis hatte bereits in der zweiten Minute eine Großchance, nach Flanke von Marvin Wegner, köpfte aber in Bedrängnis an den Pfosten. Dann spielte BGL, aus einer sicheren Abwehr heraus, konsequent nach Vorn. Der EFC, nach einer Roten Karte an Zacharias wegen Schiedsrichterbeleidigung in Unterzahl, rettete gegen Sebastian Nuhs (30.) und Markus Dörry (32.) in höchster Not und kam ansonsten nur zu sporadischen Entlastungsangriffen. Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte. Doch der EFC zeigte sich auch zu zehnt kämpferisch, steigerte sich und vergab nach einem Konter nur knapp die Führung (55.). Blau-Gelb verlor dabei aber nie die Ordnung, reagierte routiniert und clever, mit der nötigen Geduld. Dann trat Wegner einen Freistoss. Sein Ball wurde immer länger und senkte sich zum 0:1 ins EFC-Tor. Danach ließ die BGL-Abwehr kaum noch etwas zu, während Hütte nur noch mit langen Bällen versuchte zum Erfolg zu kommen. Bei einem der zahlreichen Laubsdorfer Angriffe wurde dann Dörry über die Stationen Voigt und Wegner angespielt, ließ noch zwei Gegenspieler ins Leere laufen und vollendete zum 0:2. In der Schlussphase spielten dann die Niederlausitzer sehr abgeklärt und ließen sich den verdienten Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. BGL-Trainer Jürgen Meseck: „Wir gingen nach den Problemen der letzten Wochen mit Herzklopfen in diese Partie. Um so erfreulicher ist, dass wir den Hebel umlegen und endlich wieder gewinnen konnten. Wichtig für die Moral der Truppe war auch, dass wir zu Null spielten.“


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