Brandenburg-Liga 2011/12 (Stand 03.12.2011)

Spielbericht

14. Spieltag - Samstag, 03.12.2011 - 13:00

FC Strausberg (4.) - FV Preußen Eberswalde (10.) 6:1 (3:0)

FC Strausberg: Martrin Gardt, Philipp Schulz, Sirko Neumann, Daniel Anton, Tim Bolte, Tom Hagel, Martin Wunderlich (85. Moritz Müller), Ringo Kretzschmar, Matthias Wegner, Robert Vsetycek (62. Silvan Küter), Oliver Mertins (69. Steve Georges); Trainer: Helmut Fritz

Kader: Philipp Fahrendorff, Sebastian May

FV Preußen Eberswalde: Swen Lichtenberg, Wojciech Gregula, Felix Kalohn, Marcus Bülow, Steffen Sasse, Rico Musick, Christian Schlegel, Konrad Schulz, Kristian Stelse, Eric Brien, Christian Rauch; Trainer: Torsten Maerz

Kader: Matthias Tews, Rene Heinrich, Tim-Marvin Mengel, Steven Zimmermann, Aaron Semmling

Tore: 1:0 Oliver Mertins (1.); 2:0 Ringo Kretzschmar (16.); 3:0 Sirko Neumann (24.); 4:0 Tom Hagel (52.); 5:0 Tom Hagel (56.); 6:0 Robert Vsetycek (60.); 6:1 Eric Brien (64.)

Schiedsrichter: Heiko Heinze (Drebkau)

Zuschauer: 85

Gelbe Karte: - / Wojciech Gregula (18.), Steffen Sasse (3.) (42.), Rico Musick (4.) (50.)

(MOZ) Der 14. Spieltag in der Fußball-Brandenburgliga endete in der Strausberger Energie-Arena mit einer Sensation. Gastgeber FC Strausberg fegte den Tabellenführer mit einem 6:1 (3:0) nicht nur aus dem Stadion, sondern auch von der Tabellenspitze.Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, die Zuschauer hatten gerade ihre Plätze gefunden, da gab es für den Strausberger Anhang schon Grund zum Jubeln. Oliver Mertins, den hatten die Eberswalder Abwehrspieler offensichtlich überhaupt nicht auf der Rechnung, setzte sich über rechts wunderbar durch und ließ nach mehreren gekonnten Dribblings auch Eberswaldes Torhüter Sven Lichtenberg aussteigen. Ein Auftakt nach Maß natürlich.

Vor dem Spiel sagte Strausbergs Trainer Helmut Fritz: "Ich habe in der Kabine ein kleines Schild aufgestellt, das besagt, wir spielen nach dem Muster Waltersdorf." Gegen den nunmehr neuen Tabellenführer hatte der FCS nach seiner bislang besten Saisonleistung mit 3:0 gewonnen."Es ist unglaublich, wie gut wir zu Hause spielen können", sagte Fritz nach der Partie. "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen." Und er hatte Recht, denn was der Gastgeber präsentierte, war wirklich großartig anzusehen. Tolle Kombinationen, Tempospiel, viel Athletik und ständige Positionswechsel ließen die Eberswalder richtig schlecht aussehen.Und Eberswalde? Nicht nur dass sie sich vom Schock des frühen Gegentors nicht mehr erholten, die Mannschaft wirkte in ihrem Spiel statisch, ohne Ideen und auch ohne Mumm. Ehe sich Eberswalde wieder ordnete, stand es schon 2:0 (16.). Ausgangspunkt war Matthias Wegener. Er hatte auf der linken Seite gut aufgepasst, sofort auf Tom Hagel weitergespielt, der wiederum mit einer weiten Flanke Ringo Kretzschmar bediente. Der Mittelstürmer zog sofort ab und hämmerte den Ball unter die Querlatte.Als dann der Ex-Eberswalder Sirko Neumann nach einer Ecke von Tim Bolte schon in der 24. Minute auf 3:0 erhöhen konnte, musste man sich richtig Sorgen um Eberswalde machen. Doch Strausberg ließ etwas nach und leistete sich sogar einige Flüchtigkeitsfehler. "Wir haben auch in der Vorwoche in Ludwigsfelde schon mit 3:0 geführt und dann doch noch einen Punkt abgegeben", unkte einer der FSC-Betreuer, Jens Seifert, noch in der Pause. Jetzt stand also die Aufgabe, schnell das vierte Tor nachzulegen, um den Sack endgültig zuzumachen.Das besorgte dann Kapitän Tom Hagel in der 52. Eberswalde war nun überhaupt nicht mehr zu sehen und ergab sich praktisch der Strausberger Übermacht. Und es kam noch schlimmer für die Mannschaft, die ab dem ersten Spieltag immer an der Tabellenspitze lag und mit nur sechs Gegentoren, die bisher beste Abwehr der Liga hatte. Nach erneut toller Kombination über rechts, war wieder Hagel zur Stelle, der auf 5:0 erhöhen konnte. Das 6:0 nach genau einer Stunde Spielzeit gelang dann Robert Vsetycek, der wie alle Strausberger ebenfalls einen ganz großen Tag hatte. Flanke Wunderlich und der Kleinste auf dem Platz köpfte unhaltbar für Lichtenberg ein. Für ihn kam Silvan Küter. "Das war heute fast schon ein Luxusproblem für uns, den Silvan so lange draußen zu lassen", gab Fritz zu. Hätte Küter seine großen Chancen im weiteren Verlauf besser nutzen können, die Niederlage für Eberswalde wäre sogar zweistellig ausgefallen. Ergebniskosmetik gab es für die Preußen durch den Ehrentreffer von Eric Brien (64.). Abschließend bleibt noch zu bemerken, dass Schiedsrichter Heiko Heinze aus Drebkau mit seinen Assistenten eine sehr gute Leistung abgab. Heinze war ständig auf Ballhöhe und mit seinen Entscheidungen lag er immer richtig.


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