Landesklasse West 2006/07 (Stand 10.03.2007)

Spielbericht

18. Spieltag - Samstag, 10.03.2007 - 15:00

SV Falkensee-Finkenkrug II (3) - Meyenburger FC Wacker 1922 (12) 3:0 (2:0)

SV Falkensee-Finkenkrug II: Marco Fredrich, Stefan Göde, Sebastian Relitz, Ronny Bautsch, Mathias Ast, Andreas Kamradt, Robin Ludwig, Martin Fröbel, René Kunze, Frank Gutknecht (71. Oliver Jankowiak), Morris Güttner (59. Fabian Fritsch)

Meyenburger FC Wacker 1922: Christian Dramburg, Björn Gawallek, Matthias Haase, Ramon Schäfer, Perry Van Uem, Volker Kluth, Mario Wersich, Ricardo Laszig, Christoph Papke, Thomas Schlinke, Lars Naussedat

Tore: 1:0 Robin Ludwig (8.); 2:0 Morris Güttner (34.); 3:0 Fabian Fritsch (79.)

Schiedsrichter: Alexander Glienke (Eberswalde)

Zuschauer: 60

FF II hat Platz drei im Blick

Mit einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Heimsieg über den Tabellenvorletzten Meyenburger FC Wacker sind die Kicker des SV Falkensee-Finkenkrug II dem für die Rückrunde ausgegebenen Ziel, den dritten Platz in der Landesklasse West und damit die Qualifikation für den Landespokal zu erreichen, etwas näher gekommen. Auf drei Punkte konnte die weiterhin auf Rang fünf platzierte „Zweite“ den Rückstand zum aktuellen Dritten Chemie Premnitz verkürzen, der zwei Punkte in Wittstock liegen ließ. „Ich freue mich darüber, dass wir alle drei bisherigen Spiele der Rückrunde gewonnen haben und damit näher an Platz drei ranrückten. In der Hinrunde spielten wir ja gegen diese Gegner jeweils nur Unentschieden“, befand FF II-Trainer Jörg Möbius.Effektivität war in der ersten Hälfte der entscheidende Trumpf der Falkenseer, bei denen Ronny Bautsch sein erstes Pflichtspiel absolvierte. Während Meyenburg mit großer Streuung das Tor von FF II mehrmals erfolglos ins Visier nahm, reichten den Gastgebern zwei Chancen aus, um mit einem sicheren Zwei-Tor-Vorsprung in die Pause zu gehen. Nach acht Minuten nahm Mittelfeldakteur Robin Ludwig Maß und versenkte die Kugel volley von der Strafraumgrenze aus ins lange Eck zum 1:0. Anschließend überwand Angreifer Morris Güttner mit seinem zehnten Saisontreffer Wacker-Torwart Christian Dramburg im Nachsetzen zum 2:0 (34.).Dass die Falkenseer die Meyenburger Möglichkeiten ohne Gegentor überstanden, hatten sie in erster Linie ihrem fehlerlosen Keeper Marco Fredrich zu verdanken, der diesmal aus beruflichen Gründen nicht als Ersatztorwart mit der Verbandsliga-Mannschaft nach Frankfurt reisen konnte. Insbesondere beim Schlenzer von Lars Naussedat (35.), den er mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte, sowie bei seiner Rettungstat gegen den allein auf ihn zulaufenden Volker Kluth (37.) präsentierte sich Fredrich in Bestform.Nach dem Wechsel hatten die Gäste ihr Pulver allerdings verschossen und die Partie wurde wesentlich einseitiger. FF II erspielte sich nun ein größeres Chancenplus. Besonders der wegen Trainingsrückstands erst in der 59. Minute eingewechselte Fabian Fritsch mischte die Meyenburger Abwehr nun ein ums andere Mal gehörig auf. Scheiterte der Führende der Torschützenliste zuerst noch zweimal frei auftauchend an Dramburg (60., 68.) und wurde ihm im Anschluss vom guten Schiedsrichter Alexander Glienke (Schorfheide) außerdem ein Tor aufgrund einer Abseitsstellung (70.) aberkannt, so kam Fritsch in der 79. Minute zu seinem fast schon obligatorischen Treffer. Mit einem herrlichen Solo ließ er drei Verteidiger aussteigen und besorgte durch sein siebzehntes Saisontor den 3:0-Endstand.

„Zwar konnten wir auch heute spielerisch noch nicht voll überzeugen, dennoch kam dieser Sieg am Ende relativ souverän zustande. Und wir haben wieder zu Null gespielt“, freute sich Coach Möbius, der am nächsten Spieltag neben den für drei Spiele gesperrten Rosh Bahjat auch Güttner und Sebastian Relitz ersetzen muss, die beide ihre fünfte Gelbe Karte sahen.

Christian Wulff

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Gegen die heimstarken Gastgeber gab es für Wacker eine vom Ergebnis her scheinbar klare Niederlage. Zumindest in der ersten Halbzeit waren die Meyenburger aber keineswegs deutlich unterlegen, obwohl mit Mir, Klakow, Steffen und Roth vier wichtige Spieler fehlten.Was beide Mannschaften unterschied, wurde schon nach wenigen Minuten klar. Die Führung für die Gäste war möglich, als Gawallek Schlinke mit einem schönen Pass schickte, dessen Schuss aber das Tor verfehlte (7.). Im Gegenzug fiel der erste Treffer durch Ludwig. Vom Anstoß weg war der Ausgleich für Wacker möglich, aber Schlinke scheiterte wieder, ein Verteidiger konnte zur Ecke klären. Danach gab es längere Zeit ein verteiltes Spiel mit wenig Torchancen. Wackers Torwart Dramburg war mit einem Kopfball von Gutknecht nicht zu bezwingen, sein Gegenüber Fedrich hielt einen Freistoß von Haase. Dann fiel ziemlich überraschend der zweite Treffer für den Gastgeber durch einen abgefälschten Schuss von Güttner (34.). Auf der Gegenseite zeigten sich postwendend die alten Schwächen. Zunächst verpasste Naussedat den möglichen Anschlusstreffer, als Fedrich seinen Schuss über die Latte lenken konnte, wenig später scheiterte auch Kluth mit einer guten Möglichkeit und so waren die Gäste trotz bester Chancen praktisch schon geschlagen.Kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit wurde ein strafstoßverdächtiges Foul an Schlinke nicht geahndet und bis auf zwei Versuche von Naussedat hatten die Wackeraner im Angriff nichts mehr zu bieten. Der Gastgeber verwaltete dann praktisch nur noch die nicht gefährdete Führung. Wacker Torwart Dramburg muss-te nur einmal per Fußabwehr gegen Fritsch klären, der aber später, als er gut freigespielt worden war, doch noch das 3:0 besorgte (79.).

OLAF TIEDE


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