Landesklasse-Ost 2004/05 (Stand 30.04.2005)

Spielbericht

25. Spieltag - Samstag, 30.04.2005 - 15:00

FV Erkner 1920 (6) - FC Groß Muckrow 90 (13) 4:0 (3:0)

FV Erkner 1920: Marcus Stuchly - Johannes Wegner (52. Sven Milz), Ronny Hauert, Stephan Gorny - Ronny Neumann, Marco Krihl, Nico Jurisch (52. Marcel Maschke), Michael Geißler - Alexander Hähnlein (70. Thomas KuscheŽ), Andy Häricke - Tino Ramin; Trainer: Eckhard Zander

FC Groß Muckrow 90: Kai Lobback - Simon Bartusch, Silvio Hammel - Manuel Goetze, Norbert Miersch, Michael Rühr (46. Sebastian Nowack), Sebastian Witte, Enrico Lehmann, Marcel Seidel, Denny Blasche - Andre Kalisch (46. Tino Sradnick); Trainer: Ehrhard Dreßler

Tore: 1:0 Nico Jurisch (16. / Tino Ramin); 2:0 Andy Häricke (28.); 3:0 Ronny Neumann (41.); 4:0 Sven Milz (64. / Andy Häricke)

Schiedsrichter: Daniel Sievers (Ludwigsfelde) - Assistenten: Marcus Köhler (Rangsdorf), Frank Ruselack (Groß Machnow)

Zuschauer: 72

Gelbe Karte: Marcel Maschke (4.) / Kai Lobback (2.), Enrico Lehmann (5., gesperrt)

Der FV Erkner scheint seine Schwäche gegen Mannschaften aus der Abstiegsregion wohl endgültig überwunden zu haben. Nachdem bereits Wriezen und Groß Leuthen in der Rückrunde bezwungen werden konnten, gelang auch am Samstag gegen den FC Groß Muckrow ein ungefährdeter 4:0 (3:0)-Heimerfolg. Gegen alle diese drei Gegner hatten die Schützlinge von Coach Eckhard Zander in der Hinrunde noch verloren.Der Erkneraner Trainer forderte vor der Partie von seiner Mannschaft bereits zur Pause entscheidend in Front zu liegen, um nicht wie in den vergangenen Partien bis zur Schlussminute zittern zu müssen. Seine Spieler hatten die Devise verstanden und spielten von Beginn an konzentriert nach vorne. Vor allem über die beiden Außen Ronny Neumann und Marco Krihl wurde auf die Gäste-Abwehr viel Druck ausgeübt. In regelmäßigen Abständen wurde es so vor dem Gehäuse von Groß Muckrow brenzlig und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, ehe der Führungstreffer fallen würde. Für diesen sorgte dann Nico Jurisch, der eine Flanke von Tino Ramin per Volleyschuss unhaltbar ins untere Eck einschoss (16.). Die Gäste, die im Hinspiel noch durch ihre aggressive Zweikampfführung den Erkneranern den Zahn zogen, kamen häufig einen Schritt zu spät und waren in der Offensive zu harmlos. FVE-Keeper Marcus Stuchly konnte sich lediglich bei einem Fernschuss auszeichnen. Auf der anderen Seite wurde der Gastgeber zum Toreschiessen praktisch eingeladen. So auch beim 2:0 durch Andy Häricke, der völlig frei vorm Tor der Gäste auftauchte und sich diese Chance nicht entgehen ließ (28.). Noch vor der Pause sorgte dann Ronny Neumann für die Entscheidung, als auch er im Strafraum sträflich allein gelassen wurde und sich bei seinem Tor die Ecke aussuchen konnte (41.).Für Groß Muckrow zählte in diesem Spiel nur ein Sieg, wenn der drohende Abstieg noch vermieden werden soll. Nach der ersten Halbzeit schien die Moral der Gäste allerdings gebrochen, sodass auch im zweiten Durchgang kein Aufbäumen zu erkennen war. Auch der FVE ließ nun deutlich nach und es schlichen sich zunehmend Nachlässigkeiten ein. Zudem schonte Eckhard Zander bereits früh Kapitän Nico Jurisch und Johannes Wegner für das anstehende Nachholspiel am Mittwoch in Vogelsang. Der dafür eingewechselte Sven Milz brachte noch einmal etwas Schwung in das Offensivspiel der Platzherren und erzielte nach einer schönen Direktablage von Andy Häricke das 4:0 (64.). Letztlich hätte der Sieg höher ausfallen müssen, doch war trotz der vier Tore die Chancenverwertung an diesem Tag zu bemängeln. Ronny Neumann mit einem Pfostenschuss und Andy Häricke per Direktabnahme hatten die besten Möglichkeiten im zweiten Durchgang. Neben Groß Leuthen scheint damit der zweite Absteiger so gut wie fest zu stehen, denn Groß Muckrow trennen nun bereits 10 Punkte vom rettenden Ufer. Für den FVE, der sich in der Tabelle auf den fünften Platz verbesserte, folgt nun die Woche der Wahrheit. Nach dem Spiel am Mittwoch in Vogelsang tritt die Truppe von Eckhard Zander am kommenden Samstag bei Spitzenreiter Groß Lindow an, der durch die Niederlage beim EFC Stahl an Vorsprung einbüßte.

Michael Geißler