Spieltag Verbandsliga 2002/03

Übersicht Aktueller Spieltag Ergebnisse Matrix Tabellen Torschützen Statistik
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30. Spieltag

Samstag, 31.5.2003  15:00
233 SV Altlüdersdorf - SC Oberhavel Velten 5 : 1 ( 2 : 0 ) Details
234 BSV Guben-Nord - SV Babelsberg 03 II 3 : 0 ( 1 : 0 ) Details
235 Ludwigsfelder FC - Frankfurter FC Viktoria 2 : 3 ( 0 : 2 ) Details
Samstag, 31.5.2003  13:00
236 SV Germania Schöneiche - FC Stahl Brandenburg 3 : 3 ( 3 : 3 ) Details
Samstag, 31.5.2003  15:00
237 SV Kloster Lehnin - SV Falkensee/Finkenkrug 0 : 1 ( 0 : 1 ) Details
238 MSV Hanse Frankfurt - FSV Union Fürstenwalde 0 : 0 ( 0 : 0 ) Details
239 FSV Glückauf Brieske/S. - FSV 63 Luckenwalde 2 : 1 ( 1 : 0 ) Details
240 FC 98 Hennigsdorf - SV Schwarz-Rot Neustadt 2 : 4 ( 0 : 3 ) Details

Tabelle nach dem 30. Spieltag

Pl.   VereinSpiele    S U NTordiff.Torverhältnis Pkt.         Heim        Auswärts
1. (1.) Frankfurter FC Viktoria 301974 4671:2564  40:11  33  31:14  31
2. (2.) SV Schwarz-Rot Neustadt301884 3160:2962  39:12  36  21:17  26
3. (3.) SV Falkensee/Finkenkrug3017103 5178:2761  42:9  35  36:18  26
4. (4.) Ludwigsfelder FC301839 2861:3357  34:14  32  27:19  25
5. (6.) SV Altlüdersdorf3016410 2768:4152  41:18  32  27:23  20
6. (5.) SV Germania Schöneiche301569 1672:5651  39:24  30  33:32  21
7. (7.) FSV 63 Luckenwalde3012414 -949:5840  33:25  29  16:33  11
8. (8.) FC 98 Hennigsdorf3011613 558:5339  32:23  22  26:30  17
9. (9.) SC Oberhavel Velten3010812 -1635:5138  23:16  29  12:35  9
10. (10.) SV Babelsberg 03 II3081210 -553:5836  36:28  26  17:30  10
11. (13.) BSV Guben-Nord3010515 -1249:6135  30:20  24  19:41  11
12. (11.) FSV Union Fürstenwalde3010515 -1238:5035  20:26  16  18:24  19
13. (12.) MSV Hanse Frankfurt309714 -3043:7334  22:29  17  21:44  17
14. (14.) FC Stahl Brandenburg307815 -2143:6429  22:28  18  21:36  11
15. (15.) FSV Glückauf Brieske/S.306816 -3627:6326  16:19  21  11:44  5
16. (16.) SV Kloster Lehnin302325 -6323:869  18:39  9  5:47  0
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Spiel-Statistiken

SV Altlüdersdorf - SC Oberhavel Velten

5 : 1  ( 2 : 0 ) 

SV Altlüdersdorf: Brzozowski,Tomasz; Güngör,Ümit; Krüger,Marco (ab 68. Pelzer,M.); Tröger,Mike - Gancarz,Robert; Harter,Steffen; Kücükboyaci,Ömür - Friedrich,Dennis; Gezen,Ayhan; Jagatic,Miroslav (ab 61. Reinsch,Marcus); Lenz,Olaf
SC Oberhavel Velten: Wendorff,Thomas - Albrecht,Sören; Jüttner,Dirk; Korsch,Stephan; Nolting,Lutz (ab 77. Wolf,Steffen); Töffling,Lars - Kotte,Manuel (ab 70. Fischer,Martin); Orlamünder,Nico; Winter,Daniel - Berndt,Sebastian; Falkenberg,Michael
Tore: 1:0 Kücükboyaci,Ömür (29.); 2:0 Gezen,Ayhan (33.); 3:0 Kücükboyaci,Ömür (59.); 4:0 Lenz,Olaf (65.); 5:0 Kücükboyaci,Ömür (68.); 5:1 Wolf,Guido (72.)
Zuschauer: 140
Schiedsrichter: Thoralf Schwarz (Oranienburg)
Gelbe Karten: Brzozowski,Tomasz (3.); Harter,Steffen (1.); Kücükboyaci,Ömür (2.); Friedrich,Dennis (4.) / Albrecht,Sören (4.)

BSV Guben-Nord - SV Babelsberg 03 II

3 : 0  ( 1 : 0 ) 

BSV Guben-Nord: Herz,Victor - Langhammer,Alf - Dettmann,Sascha; Friedack,Maik; Mosig,Jörg; Neumann,Marcel (ab 46. Mosig,Ralf); Noack,Mike - Neumann,René; Peters,Björn; Richter,Thomas (ab 80. Scaar,Ingo); Schade,Silvio (ab 75. Münschke,Daniel)
SV Babelsberg 03 II: Fahrland,Andre (ab 46. Biermann,Andre) - Schwarz,Stefan; Vukadin,Pavo - Buljubasic,Jakub; Dittmar,Benjamin (ab 85. Quenzel,Daniel); Morack,Ronny - Aldermann,Björn; Kappel,David; Katovcic,Marco (ab 75. Restenica,Labinot); Kucak,Serda; Lozanski,Sebastian
Tore: 1:0 Neumann,René (35.); 2:0 Neumann,René (52.); 3:0 Schade,Silvio (70.)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Mario Troitzsch (Döbern)
Gelbe Karten: - / Schwarz,Stefan (1.); Morack,Ronny (3.)
Gelb-Rote Karte: - / Lozanski,Sebastian (64. Minute)
Vier komplette Mannschaften eingesetzt


SVB 03 II verliert letztes Punktspiel in Guben mit 0:3

“Bitte nicht noch einmal eine solch chaotische Saison³, mehr konnte Trainer Thomas Leek nicht sagen, als am Sonnabend für das Verbandsligateam des SV Babelsberg 03 der letzte Schlusspfiff des Spieljahres 2002/ 2003 erklang. Was im Herbst so hoffnungsvoll angelaufen war ­ zehn Spiele in Folge hatten die Filmstädter nicht verloren, und zwischendurch standen sie auf dem fünften Tabellenrang ­ endete nun beinahe standesgemäß mit einer 0:3-Niederlage beim Aufsteiger des Vorjahres, BSV Guben-Nord. “Es wäre verkehrt, nach diesem Spiel den Stab brechen zu wollen über die Mannschaft³, hielt sich Leek mit Kritik wie immer in den letzten deutlich zurück. Man kann jetzt tatsächlich nur auf die Zukunft setzten. Falls es die noch gibt für den SV Babelsberg 03. Wenn es dann doch weitergeht, dann sollte zumindest das Potenzial vorhanden sein, im nächsten Jahr wieder im ruhigeren Fahrwasser zu schwimmen. Probleme, wie sie die Babelsberger derzeit haben, können an solch jungen Spielern einfach nicht spurlos vorübergehen. Es war schon beachtenswert, wie mit laufend wechselnden Aufgeboten dennoch eine halbwegs mannschaftliche Geschlossenheit erreicht werden konnte. Von jenen Spielern, die im “goldenen Herbst³ zu erfolgreichen Abschneiden beitrugen, sind einige gar nicht mehr im Verein. In Guben tauchte mit dem A-Junior Labinot Restenica der 44. Name in der Babelsberger Mannschaftsliste auf. Das heiß= t, vier komplette Mannschaften wurden im Verlauf der Saison bei der Nulldrei-Reserve eingesetzt. Etwas Positives gibt es auch aus der Neißestadt zu berichten. Den Gästen wird von allen Beobachtern eine gute kämpferische Einstellung bescheinigt. Auch das spielerische Können der Youngster lässt für die Zukunft hoffen. Aber ­ so richtig gefährlich werden konnten die jungen Leute dem an Alter und Erfahrung durchweg überlegenen Gegner nicht. Da gab es Parallelen zum Hinspiel. Beim 1:1 auf der Sandscholle hatten die Nulldreier mit Thomas Förster und Volker Edeling wenigstens zwei Spieler im Aufgebot, die Führungsaufgaben übernehmen können. Jetzt wirkte das Team in vielen Phasen des Spiels doch recht hilflos, konnte seine Unerfahrenheit nicht verbergen. Es erübrigt sich die Frage, wie die Partie verlaufen wäre, wenn der Lattenschuss von Marco Katovcic in der 15. Minute ein Tor gebracht hätte. Guben war stark genug, keine weitere Babelsberger Chancen zuzulassen. Und auf der anderen Seite machten vor allem die Torjäger René Neumann und Silvio Schade der nicht immer sattelfesten Nulldrei-Abwehr das Leben ganz schön schwer. Bedauerlich war es allerdings, dass bei allen drei Toren durch Neumann (35., 52.) und Schade (70.) die Gästekeeper ­ Leek brachte nach der Pause André Biermann für André Fahrland ­ nicht ganz auf der Höhe waren. Vielleicht wäre es sonst doch noch spannend geworden. Gelb/Rot für Sebstian Lozanski wegen mehrfachen Meckerns trug allerdings auch zur klaren Niederlage bei. Hans Jirschik

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------- Bei herrlichem Sommerwetter waren trotz der vielen Veranstaltungen im Stadtgebiet etwa 300 Zuschauer der Einladung zum letzten Punktspiel der Serie mit anschließender Abschlussfeier gefolgt. Die Kicker bedankten sich ihrerseits beim Publikum mit einer ansprechenden Leistung. Von Beginn an ließen die Nordgubener keine Zweifel aufkommen, wer der Herr im Hause ist. Mit stürmischen Angriffen wurde der Gegner bereits in der Anfangsphase unter Druck gesetzt. Zahlreiche Chancen wurden erspielt, doch die Tore blieben vorerst noch aus. In der 17. Spielminute sorgten dann die Babelsberger für das erste Achtungszeichen. Ein Schuss aus der Drehung konnte von Torwart Victor Herz gerade noch gegen die Lattenunterkante gedrückt und im Nachfassen von der Linie geholt werden. Drei Minuten später sorgte Rene Neumann für Aufregung. Wunderschön freigespielt drang er in den Strafraum, brachte den Ball aber nicht über den herauslaufenden Torwart und schoss ihn in die Arme. In der 25. Spielminute bricht Maik Noack auf der linken Seite durch, flankt präzise nach innen doch der Kopfball von Silvio Schade wird noch abgefälscht und geht zur Ecke. Eine Minute später senkt sich ein erneuter Kopfball von Silvio Schade knapp hinter der Querlatte. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Gäste mit den kopfballstarken Stürmern der Breesener ihre Mühe hatten. Nach einer herrlichen Doublette von links nach rechts mit Rückgabe von Silvio Schade auf den heranpreschenden Jörg Mosig vollendet dieser mit sattem Schuss, doch der Torwart kann abwehren und hält auch den Nachschuss von Rene Neumann. Zwei Minuten später bleibt Rene Neumann Sieger im Duell mit zwei Gegenspielern, doch an seine Eingabe rutscht Silvio Schade knapp vorbei. In der 28. Spielminute flankt Silvio Schade nach innen, doch der völlig unbedrängte Rene Neumann köpft erneut nur über das Tor. In der 35. Spielminute ist es dann endlich so weit. Gleiche Situation, Silvio Schade flankt, Rene Neumann steigt hoch und köpft diesmal platziert in den rechten Dreiangel zum 1:0. Mit diesem knappen Pausenergebnis waren die Babelsberger mehr als gut bedient, der Gubener Trainer Jörg Weber aber natürlich nicht zufrieden. In der zweiten Spielhälfte zunächst das gleiche Bild, doch diesmal klappte es schneller. Bereits in der 50. Spielminute erhöhte erneut Rene Neumann auf 2:0 , als er einen abgewehrten Freistoß von Silvio Schade im Nachschuss verwandelte. Jetzt war der Bann gebrochen und die Gäste aus Babelsberg konnten einem Leid tun. Sie hielten im Mittelfeld zwar mit, waren aber beim Abschluss zu harmlos. Die Gastgeber schalteten nun einen Gang zurück und vergaben weitere Chancen. In der 65. Spielminute läuft Rene Neumann allein auf das Tor, vollendet aber nicht selbst, doch seine gut gemeinte Abgabe zu Silvio Schade wird abgefangen. Drei Minuten später zappelt der Ball dann aber doch im Netz. Einen Eckstoß von Rico Richter befördert Silvio Schade unhaltbar und erneut per Kopf ins Netz zum 3:0. Die Nordgubener erspielten sich in der Folgezeit noch weitere Chancen, ohne zu weiteren Toren zu kommen. Trainer Jörg Weber brachte dann noch Daniel Münschke, Ralf Mosig und Ingo Scaar, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Mit diesem Sieg haben sich die Breesener doch noch auf den 11. Tabellenplatz vorgeschoben, und damit einen achtbaren Abschluss der Spielserie erreicht. Dafür gebührt den Spielern um Trainer Jörg Weber und Kapitän Maik Noack der Dank aller Fans. Die Kreisklassen-Elf festigte ihren guten Tabellenplatz durch einen ungefährdeten 5:1-Sieg bei Hanse Frankfurt III. Die Tore erzielten Jens Rosendahl (4) und Lars Heinrich. (wk)

Ludwigsfelder FC - Frankfurter FC Viktoria

2 : 3  ( 0 : 2 ) 

Ludwigsfelder FC: Breitkopf,Stefan - Entrich,Gordon; Hendrichs,Marcel (ab 56. Röll,Nicky); Schmelzer,Sven; Seidel,Dennis - Alber,Sergej; Grunert,Steffen; Münzer,Matthias (ab 65. Kerskes,Kevin) - Hass,Marcel; Rauch,Christian; Wischniewski,Wilfried (ab 46. Welskopf,Thomas)
Frankfurter FC Viktoria : Ammer,Stefan - Biemüller,Andre; Reich,Stefan; Richter,Ronald; Schnürer,Olaf - Garling,Fred (ab 89. Trebbin,Manuel); König,Alexander (ab 70. Pochanke,Marian); Theis,Sven; Werner,Christian - Bleck,Thomas; Kaiser,Daniel
Tore: 0:1 Bleck,Thomas (37.); 0:2 Kaiser,Daniel (39.); 1:2 Grunert,Steffen (62.); 1:3 Bleck,Thomas (69.); 2:3 Alber,Sergej (77.)
Zuschauer: 600
Schiedsrichter: Uwe Schultz (Groß Kölzig)
Gelbe Karte: Seidel,Dennis (1.) / -
Auf den Tag genau sechs Jahre nach dem letzten Aufstieg hat der Frankfurter FC Viktoria ´91 mit einem 3:2 beim Ludwigsfelder FC erneut den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

Die Zeit wollte nicht vergehen. Der Sekundenzeiger schien seine Arbeit eingestellt zu haben. Doch dann endlich, Punkt 16.45 Uhr, verwandelten sich gestandene Männer in kleine Kinder und fielen übereinander her. Mit dem Schlusspfiff des gut pfeifenden Schiedsrichters Uwe Schulz war der Aufstieg in die Oberliga perfekt. Die etwa zweihundert Frankfurter Fans sangen voller Inbrunst: „Nie mehr fünfte Liga!“ Wen interessierte danach außer dem Chronisten noch das Geschehen auf dem Rasen.

Die ersten 30 Minuten diesen letzten Spieles boten nicht viel Aufregendes. Die Gastgeber, die als Tabellenvierter nicht mehr aufsteigen konnten aber noch das eigene Pokalendspiel drei Tage später im Hinterkopf haben, zeigten eine gefällige Spielanlage. Dem Tor von Viktorias Keeper Stefan Ammer kamen sie aber kaum gefährlich Nahe. Nur bei Distanzschüssen musste er ab und zu mal schauen in welche Richtung der Ball flog. Doch seine Vorderleute machten es auch nicht besser. Allerdings reichte seinem Team bereits ein Remis zum ersehnten Ziel und so lebte das Spiel von der Spannung des Aufstiegskampfes.

Umso überraschender deshalb der Führungstreffer des FFC Viktoria. Einen weiten Einwurf von Christian Werner konnte Thomas Bleck im Fünfmeterraum annehmen. Da sich Gegenspieler und Torwart aufeinander zu verlassen schienen konnte sich Viktorias Goalgetter ungehindert um seine Achse drehen und aus etwa drei Metern vollenden.

Mit diesem Pfund verstanden die Viktorianer sofort zu wuchern. Der bereits oben erwähnte Zeiger des Chronometers hatte gerade mal zwei Umdrehungen hinter sich gebracht, da schlug es mit dem schönsten Spielzug des Tages erneut im Tor des Gastgebers ein. Routinier Sven Theis schlug ein Pass auf den startenden Daniel Kaiser. Der nahm den Ball mit der Brust mit, ließ ihn kurz abtropfen um dann sofort direkt abzuziehen. In keinem Lehrfilm hätte man diese Szene besser darstellen können.

Bereits zur Pause war sich Ingo Kahlisch, der Trainer des Oberligisten FSV Optik Rathenow und damit Gegner der Frankfurter im nächsten Jahr, sicher: „Das war´s. Der Aufsteiger steht fest.“ Er sollte recht behalten. Zwar konnte Steffen Grunert nach Doppelpass mit Kerskes nach einer guten Stunde Spielzeit den Anschlusstreffer erzielen, doch Thomas Bleck, der mit diesem Treffer Torschützenkönig der Verbandsliga wurde, stellte bald wieder den alten Abstand her und sorgte somit wieder für einen etwas ruhigeren Herzschlag bei Trainer Mathias König.

Keine zehn Minuten später war es damit vorbei. Sergej Alber nahm eine Flanke direkt und traf volley gegen den chancenlosen Ammer zum erneuten Anschlusstreffer. Nun nahm die Unruhe außerhalb des Platzes zu. Das Wort Manchester machte auf der Tribüne die Runde (Bayern München verspielte seine Führung im Champions-League-Finale in der Nachspielzeit/d.A.). doch auf dem Platz war von Nervosität zum Glück nichts zu spüren. Mit einer engagierten Spielweise versuchten die Oderstädter das vierte Tor zu erzielen. Fred Garling hatte dies nach 83 Minuten auf dem Kopf. Doch seinen entgegen der Laufrichtung des Torhüters Stefan Breitkopf gezielten Kopfball konnte Kerskes noch von der Linie schlagen.

Wie man auch als Schiedsrichter Fingerspitzengefühl zeigen kann bewies der Mann in Schwarz vier Minuten vor dem Abpfiff: Garling war alleine auf dem Weg aufs gegnerische Tor und wurde von Seidel aufgrund der sich kreuzenden Wege mehr oder weniger unabsichtlich umgerannt. Aufgrund des bisher völlig fairen Duells beließ es der umsichtige Spielleiter bei einer Verwarnung statt des normalerweise fälligen roten Kartons. Doch auf der Frankfurter Bank interessierte dies keinen mehr. Es waren halt nur noch drei Minuten zu spielen...

Übrigens: Aufmerksam verfolgten auch die EFC-Spieler Carsten Moritz und Björn Keller, beides Ex-Viktorianer, die Partie.

Stimmen zum Aufstieg



Mathias König (Trainer): „Es gab ein paar Situationen bei den ich ein wenig Angst hatte, so bei den beiden Anschlusstreffern. Es war aber schön mit anzusehen wie sich die Mannschaft mit dem dritten Tor durch Bleck selber wieder hochgerissen hat. Eine Zentnerlast ist von mir gefallen. Wenn man schon oben steht und 2:0 führt wäre es tragisch wenn wir den Vorsprung noch aus der Hand gegeben hätten. Es war sicher nicht unser bestes Spiel der Saison. Aber wir sind aufgestiegen und nur das zählt. Für die Mannschaft und den Verein ist das ein schöner Erfolg.“

Stefan Ammer (Torhüter des FFC): „Es ist heute einfach nur geil! Ich bin ja einer der wenigen die vor drei Jahren mit abgestiegen sind. Deshalb freut mich dieser Aufstieg um so mehr. Er ist der Erfolg des Teamgeistes, denn aus unserer Mannschaft ragte außer Thomas Bleck mit seinen über 20 Saisontreffern keiner heraus.“

Mario Hansche (Torhüter des Ludwigsfelder FC): „Viktoria hat unsere Fehler heute gnadenlos ausgenutzt. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerechter gewesen. Mein Glückwunsch an die Frankfurter zur Meisterschaft.“

Stefan Reich (Spieler): „Mir fehlen heute einfach die Worte.“

André Benker (Torhüter): „Vor dem Spiel war ich doch ein wenig nervös. Doch die Tore von Bleck kamen genau zur richtigen Zeit. Es ist der Höhepunkt meiner Karriere.“

Axel Geisler (Geschäftsführer): „Ob als Trainer vor sechs Jahren oder heute als Geschäftsführer: Jeder Aufstieg ist gleich schön. Es ist die Bestätigung unserer Arbeit. Ich widme diesen Aufstieg symbolisch unserem Hauptsponsor Elektro-Jahn.“

Olaf Schnürer (Spieler): „So ein Aufstieg wäre ein schöner Abschluss der Karriere. Aber vielleicht sehen wir uns nächste Saison ja wieder. Ich fühle mich gut und will auch noch weiter spielen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da.“

Uwe Baumann (Vorsitzender Fanclub FAMILY): „Es ist schön das die Mannschaft endlich wieder in der Oberliga spielt. Ich wünsche ihr da viel Erfolg.“

Rainer Luboeinski (Fan): „Nach dem 2:3 wurde ich noch einmal ziemlich nervös. Deshalb war die Freude und Erleichterung nach dem Spiel riesengroß.“

Jürgen Hellwig (Kollege des Autors): „Viktoria steigt auf. Ich erzähle es ihm schon das ganze Jahr. Aber er hat mir bis zuletzt nicht geglaubt.“

Volker Rudolph (Edelfan): „Ich kann jetzt noch gar nichts sagen. Ich bin einfach nur glücklich.“

Thomas Bleck (Torschützenkönig): „Wenn man sieht wie die Jungs die ganze Saison geackert haben dann freut mich das für sie, weil sie den Erfolg ihrer Mühen sehen. Nach dem wir vor drei Jahren abgestiegen sind hat sich heute der Kreis mit dem Aufstieg wieder geschlossen. Ich könnte heute einfach nur heulen vor Glück

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------ Schonung für einige angeschlagene Akteure des LFC sagte Trainer Volker Löbenberg an. Diese Entscheidung war natürlich in erster Linie in Zusammenhang mit dem am Mittwoch folgenden Pokalspiel zu sehen. Die Meisterschaft war gegen Ludwigsfelde entschieden. Nur dem Aufstiegsfavoriten aus Frankfurt hätten die LFC-Fußballer noch ein Bein stellen können. In der ersten Hälfte war das junge Gastgeberteam durchaus gleichwertig. Zwei- bis dreimal hätten die Ludwigsfelder in Führung gehen können, wenn auch eine Riesenchance nicht dabei war. In der 36. Minute demonstrierte Thomas Bleck den Unterschied zwischen jungen Heißspornen und cleveren alten Hasen. Er besorgte das 1:0 der Frankfurter aus acht Metern Entfernung. Torsteher Stefan Breitkopf war chancenlos. Zwei Minuten erhöhten die Gäste auf 2:0. Kaiser nutzte einen Ludwigsfelder Ballverlust im Mittelfeld, Gordon Entrich griff nicht entscheidend ein und Keeper Breitkopf machte keine gute Figur. Damit war die Aufstiegsfrage vorzeitig geklärt. Die aufrüttelnden Worte in der Pause von Löbenberg und die eingewechselten Akteure schienen noch einmal für eine Wende gut zu sein. In der 63. Minute spielten sich mittels einer herrlichen Doppelpassfolge Steffen Grunert und Sven Schmelzer frei. Ersterer verkürzte auf 1:2. Nun gab es deutliche Anzeichen einer Unruhe bei den Gästen. Die Frankfurter schienen von der Rolle zu sein. Sechs Minuten später aber brachte Beck das Frankfurter Schiff wieder in ruhiges Fahrwasser. Als Dennis Seidel ihm nicht die volle Aufmerksamkeit schenkte, machte er sich mit dem Ball auf und davon und markierte das 3:1. Der LFC, nun abgeschlagen, versteckte sich weiterhin nicht. Sergie Alber und Kerskes machten sich per Doppelpassserie auf den Weg in den gegnerischen Strafraum. Alber war dann als Letzter am Ball und verkürzte zum 2:3. Ludwigsfelde versuchte weiterhin sich mit einem achtbaren Ergebnis in die Punktspielpause zu verabschieden, Der Gegner war aber nun hellwach und tat alles, um den Aufstieg in die Oberliga zu retten. Die Gäste ließen nichts mehr anbrennen. Somit wurde der Frankfurter FC Viktoria Meister der Verbandsliga und steigt in die Oberliga auf. Kaum ein Experte hätte zu Beginn der Punktsspielserie die Frankfurter als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt. Hut ab vor dieser Mannschaft, die trotz allem auf und ab die nötigen Leistungen gegen die vermeidlich schwächeren Mannschaften und auch gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn abliefern konnte. Ausgelassen feierten die Frankfurter ihren Oberligaaufstieg im Ludwigsfelder Waldstadion. Dies war natürlich bitter für die Akteure des LFC, die mit ansehen mussten, dass eine Gastmannschaft den Aufstieg feiern konnte. phe

SV Germania Schöneiche - FC Stahl Brandenburg

3 : 3  ( 3 : 3 ) 

SV Germania Schöneiche: Hintze,Torsten (ab 46. Dahms,Jörn) - Huppert,Ronny; Ulbrich,Jörg (ab 73. Wegener,Patrick) - Becker,Mark; Mitcherlich,Paul; Nevoigt,Stephan; Schmidt,Marko - Fabi,Olivier; Kanow,Rene; Neumann,Rene; Selemi,Nusrat (ab 73. Cehic,Admir)
FC Stahl Brandenburg: Krüger,Stephan - Conrad,Steffen; Daszenies,Kevin; Janke,Thomas; Joppien,Andreas; Schimpf - Conrad,Karsten; Harnack,Stefan; Hilsenitz,Thomas; Müller,Stefan - Posorski,Lars (ab 77. Gotsch,Marcel)
Tore: 0:1 Posorski,Lars (9.); 1:1 Neumann,Rene (16.); 2:1 Kanow,Rene (22.); 2:2 Posorski,Lars (23.); 2:3 Daszenies,Kevin (27.); 3:3 Schmidt,Marko (43.)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Oliver Mattig (Frankfurt)
Gelbe Karten: Cehic,Admir (6.) / Janke,Thomas (3.); Harnack,Stefan (1.)
(kb/MOZ) Noch einmal sechs Tore sahen die Zuschauer zum Saisonabschluss der Fußball-Verbandsliga in Schöneiche - gleichmäßig auf beide Mannschaften verteilt und alle schon in der ersten Halbzeit:3:3-unentschieden trennten sich Gastgeber Germania und der FC Stahl Brandenburg. Die Gäste waren nach neun Minuten in Führung gegangen: Nach einer Ecke von rechts kam Olivier Fabi gegen Lars Posorski zu spät. Der dunkelhäutige Schöneicher sollte sich ausschließlich um den Torjäger der Gäste kümmern, der vor dem Anpfiff vollmundig verkündet hatte, sein 100. Tor für die Brandenburger erzielen zu wollen. Bei 98 stand er bis dahin ... Nach gut einer Viertelstunde der Ausgleich: Toller Steilpass von René Kanow in den Raum auf René Neumann, der sicher verwandelte. Weiter ging es Schlag auf Schlag: Die genannten Renés im Doppelpass, aber der Stahl-Keeper parierte (19.). Nur weitere drei Minuten später machte es Kanow allein, marschierte aus der eigenen Hälfte los, ließ noch zwei Gegenspieler stehen, die zudem fair auf eine Grätsche verzichteten (am letzten Spieltag ging es nicht mehr um allzu viel) - 2:1.Aber schon im Gegenzug ein schnell ausgeführter Freistoß der Gäste, die komplette Germania-Abwehr sah bei der Eingabe von rechts alles andere als gut aus, und Posorski brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten - sein 18.Saisontreffer und tatsächlich das angekündigte Jubiläums-Tor. Damit nicht genug, führte ein weiterer Freistoß zum 2:3 durch Kevin Daszenies (27.).Drei Gegentreffer, und alle nach Standards - Trainer Jürgen Piepenburg raufte sich die kurzen Haare.Das schönste Tor des Spiels blieb dann aber der Germania vorbehalten: Marko Schmidt lief in einen langen Freistoß, von Mark Becker kurz hinter der Mittellinie in Richtung Fünf-Meter-Raum geschlagen, und verwandelte mit herrlichem Seitfallzieher per Aufsetzer ins lange Eck (43.).Es sollte dies der letzte Torjubel der Saison bleiben, denn nach dem Seitenwechsel zogen sich die Gäste weit in die Defensive zurück, das Spiel plätscherte zunächst nur noch dahin. Zwischen der 60. und 75. Minuten hätten die Einheimischen dennoch einen Sieg landen können. Vor allem Paul Mitscherlich taute mächtig auf, vergab aber ebenso die Chance wie vor allem der etwas unglücklich agierende Nusret Selimi, der gleich dreimal das 4:3 auf dem Fuß hatte. Am Ende verhinderte Jörn Dahms gar eine Niederlage, als er sich bei einem Konrad-Freistoß ganz lang machte und noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam (82.). Der Routinier stand, wie vorher ausgemacht, in der zweiten Halbzeit im Kasten und hielt diesen sauber.Torsten Hintze hatte etwas Pech, dass er die erste Hälfte gewählt hatte ...

SV Kloster Lehnin - SV Falkensee/Finkenkrug

0 : 1  ( 0 : 1 ) 

SV Kloster Lehnin: Prill,Karsten - Gafke,Martin; Heinecke,Fred; Lindner,Andreas - Geske,Thomas; Pohl,Enrico; Simon,Bernd; Wenger,Andreas - Göde,Andre (ab 60. Schölzel); Kabelitz,Thomas (ab 60. Kahl,Martin); Ristow,Stefan
SV Falkensee/Finkenkrug: Gericke,Hartmut - Hajek,Norman; Höche,Christoph; Hörster,Marko (ab 46. Pflaumbaum,Elias); Mai,Markus; Maier,Steven-Matthias - Ruff,Daniel; Zieme,Sascha - Jakobeit,Sascha (ab 65. Herrmann,Christoph); Nimscholz,Dirk (ab 70. Fleege,Robert); Schiemann,Andreas
Tor: 0:1 Nimscholz,Dirk (44.)
Zuschauer: 110
Schiedsrichter: Andre Ihrke (Berlin)
Gelbe Karten: Simon,Bernd (3.) / Maier,Steven-Matthias (5.); Schiemann,Andreas (6.)
AXEL EIFERT


Das Wunder ist nicht eingetreten. Der SV Falkensee/Finkenkrug verabschiedetete sich zwar mit dem erwarteten 1:0 (1:0)-Sieg beim feststehenden Absteiger Kloster Lehnin aus der Verbandsligasaison und blieb damit zum 17. Mal in Folge ungeschlagen. Die mit der besseren Ausgangsposition ins letzte Saisonrennen gegangene Konkurrenz aus Frankfurt und Neustadt patzte aber nicht, so dass den FF-Kickern am Ende nur der dritte Platz blieb. Aufsteiger in die Oberliga ist Frankfurt, das in Ludwigsfelde zu einem 3:2-Sieg kam. Ausgerechnet gegen die Oderstädter erzielten die Finkenkruger in dieser Saison ein 2:2 (auswärts) und einen 2:1-Heimsieg, was zeigt, dass gegen die vermeintlich schwächeren Kontrahenten der durchaus mögliche Aufstieg verpasst wurde. Die schmerzliche Erkenntnis aber bleibt: In der Gartenstadt wurde angesichts der personellen Besetzung in der abgelaufenen Saison die äußerst günstige Gelegenheit zum Aufstieg vergeben. Womöglich wird eine solche gute Chance nicht so schnell wieder kommen. Beim letzten Saisonspiel beim Schlusslicht Lehnin taten die FF-Kicker ihre Pflicht, bis zum letzten Abpfiff die noch theoretische Chance auf Platz eins offen zu halten, mehr nicht. Auf dem derzeit wohl besten Verbandsligarasen in Brandenburg versteckten sich die Gastgeber aber nicht und spielten munter mit. Ihnen war nicht anzumerken, dass sie schon seit längerem als Absteiger feststanden. Im Gegenteil: Sie präsentierten sich weitaus stärker als so manch anderer FF-Gegner im Saisonverlauf. Die technisch und spielerisch besseren Gäste übernahmen zwar bald das Zepter und spielten sich eine Unmenge guter Tormöglichkeiten heraus. Die meisten davon wurden allerdings verstolpert oder wurden durch den sehr guten Lehniner Keeper Karsten Prill vereitelt. Kurz vor dem Pausenpfiff war allerdings auch der Torwart der Kloster-Elf machtlos, als FF-Kapitän Dirk Nimscholz nach einem Fehler seines Bewachers Martin Gafke in günstige Schussposition kam und sich diese Möglichkeit zum 1:0 (44.) nicht nehmen ließ. Nach dem Wechsel passierte dann auch angesichts der drückenden Hitze nicht mehr allzu viel. Lehnins Bemühungen gerieten durch Fehler zumeist bereits im Mittelfeld ins Stocken. FF tat nicht mehr, als sich auf das Halten des 1:0-Vorsprungs zu beschränken, was letztlich auch mit nicht allzu großer Mühe gelang. Am Rande der Abschlussfeier der FF-Mannschaft am Abend erklärte FF-Kapitän und -Torjäger Dirk Nimscholz, dass er auch in der kommenden Saison für die Verbandsligaelf zur Verfügung stehen wird. Vielleicht hat dies ja Signalwirkung für einige andere Akteure, mit denen in den nächsten Tagen Gespräche über ein mögliches Engagement bei FF auch in der neuen Saison geführt werden sollen.

MSV Hanse Frankfurt - FSV Union Fürstenwalde

0 : 0  ( 0 : 0 ) 

MSV Hanse Frankfurt: Taniukiewicz,Tomasz - Hilprecht,Frank; Jaek,Knut (ab 60. Götz,Markus); Schröder,Mirko; Stolarczyk,Guido - Ducklauß,Torsten; Heinl,Christian (ab 68. Lopata,Maciej); Simon,Thomas - Biemüller,Benny; Gast,Thomas; Pschowski,Christian (ab 76. Jegorow,Dennis)
FSV Union Fürstenwalde: Drömert,Sebastian - Schaaf,Heiko; Stettnisch,Mike - Abraham,Marko; Andrae,Gunnar (ab 75. Mlynarczyk,Christian); Greulich,Jan (ab 60. Djoumbisse,Patrice); Hartung,Holger; Klein,Mathias; Schmück,Christian - Alm,Marko; Wojciechowski,Sebastian
Tore : Fehlanzeige
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Lutz Gericke (Potsdam)
Gelbe Karten: - / -
(rc) Mit einem keineswegs langweiligen torlosen Remis beim Tabellennachbarn MSV Hanse Frankfurt beendete der FSV Union Fürstenwalde die Saison in der Fußball-Verbandsliga als Zwölfter. Schade nur, dass der BSV Guben Nord mit einem 3:0 über den SV Babelsberg 03 II exakt die gleiche Tordifferenz erreichte und durch die mehr erzielten Treffer den FSV Union noch von Platz 11 verdrängte. Es wäre anders gekommen, wenn die Gäste - deren Ziel ein Punkt war, um vor den Oderstädtern zu bleiben - ihre Überlegenheit wenigstens in ein Tor ungemünzt hätten. Jan Greulich setzte nach anfänglichem Abtasten beider Teams mit einem Schuss über den Balken das erste Achtungszeichen (13.). Dann häuften sich die Möglichkeiten: Sebastian Wojciechowski scheiterte an Hanse-Torwart Tomacz Tanbiukiewicz (19.), auch Christian Schmück hatte kein Glück, denn sein Steilpass geriet zu lang, wurde dann zwar gefährlich - aber der Ball senkte sich auf die Latte. Zwei Minuten vor der Pause noch die Chance für Mike Stettnisch, doch auch er schoss übers Tor.Die einzige Möglichkeit des MSV Hanse vor dem Wechsel resultierte aus einem 30-m-Freistoß von Christian Paschowski; Torsten Ducklauß, der Frankfurter Torschütze vom Dienst, war von Heiko Schaaf gut abgedeckt.In der zweiten Hälfte gestalteten die Gastgeber das Spiel offener, machten mehr Druck, boten dem FSV Union aber auch Konterräume an. So spielten Greulich und Wojciechowski einen schnellen Doppelpass - daneben (49.). Bei mehreren kleinen Möglichkeiten der Frankfurter gerieten die Gäste nicht ernsthaft in Gefahr.Die letzten zehn Minuten wurden dann noch einmal etwas hektisch: Beide Mannschaften machten auf, wollten den Sieg, doch Wojciechowski zielte zu hoch (81.), Ducklaus verzog (82.). Kurz darauf vereitelte FSV-Keeper Sebastian Drömert eine gute Kopfballmöglichkeit, und auch sein Gegenüber konnte nochmals sein Können unter Beweis stellen, als er einen hoch abgefälschten Ball gerade noch erwischte (86.) Die letzte Chance der Partie hatte Patrice Djoumbisse, aber auch dieser Schuss strich am Pfosten vorbei.Am Ende war es eine versöhnliche Punkteteilung.

FSV Glückauf Brieske/S. - FSV 63 Luckenwalde

2 : 1  ( 1 : 0 ) 

FSV Glückauf Brieske/S.: Georgi,Mike; Kassai,Ignac; Löwa,Ralf; Schmaler,Kevin - Hausdorf,Enrico (ab 58. Semsch,Matthias); Löwe,Jens; Matschke,Falk; Schulze,Mirko - Brähmig,Lars; Burkhardt,Ronny; Rabe,Alexander (ab 72. Kaden,Cornel)
FSV 63 Luckenwalde: Bartsch,Ray - Böhme,Carsten; Lederer,Dennis; Ziegs,Steven (ab 70. Faltin,Enrico) - Drehmel,Norman (ab 54. Bankert,Silvio); Neumann,Jens - Klinkmüller,Ingo; Lorenz,Martin (ab 46. Krenz,Sebastian); Michalske,Sebastian; Richter,Axel; Schröder,Mathias
Tore: 1:0 Burkhardt,Ronny (Foulelfmeter, 34.); 1:1 Klinkmüller,Ingo (55.); 2:1 Schulze,Mirko (79.)
Zuschauer: 110
Schiedsrichter: Marco Schmidt (Luckau)
Gelbe Karten: - / -
Trotz der Niederlage am letzten Spieltag haben die Luckenwalder Verbandsligafußballer den siebenten Tabellenplatz verteidigt. Damit sind alle ihre sportlichen Ziele in dieser Saison in die Tat umgesetzt wurden. Allerdings waren die Luckenwalder dafür auf die Mithilfe der Konkurrenz angewiesen, denn auch Hennigsdorf und Velten patzten. Die Gäste begannen beim Absteiger aus der Lausitz verhalten. Das nahe Saisonende war ihnen anzumerken. Für sie ging es quasi um nichts mehr. Ein einstelliger Tabellenplatz war den FSV-Fußballern nicht mehr zu nehmen. So mangelte es an der notwendigen Konzentration und Präzision. Zahlreiche Abspielfehler prägten das Spiel der Luckenwalder. Sie boten über weite Strecken der Partie lustlosen Sommerfußball, wie FSV-Trainer Bodo Sommer im Anschluss bemängelte. Anders dagegen die Hausherren. Sie wollten sich anständig vor ihrem Publikum aus der Verbandsliga verabschieden und begegneten deshalb in vielen Situationen den Luckenwaldern einfach aggresiver. So dauerte es bis zur 21. Minute, ehe die Gäste einen Hauch von Gefahr versprühten. Der 20-Meter-Schuss von Steven Ziegs fand jedoch im Keeper der Hausherren seinen Meister. Im Anschluss daran hatten die Gastgeber drei gute Möglichkeiten. FSV-Schlussmann Ray Bartsch, der für Matthias Werner (verletzt) kurzfristig zum Einsatz kam, rettete zweimal großartig. Der dritte Versuch ging daneben. Ein Fehlabspiel von Norman Drehmel leitete dann aber schließlich die Führung der Gastgeber ein. Dennis Lederer konnte den einschussbereiten Senftenberger nur auf Kosten eines Fouls im Strafraum stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ronny Burkhardt sicher (33.). Im zweiten Durchgang blieben die Luckenwalder weiterhin ihrem Sommerfußball treu. Der ersten vernünftigen Aktion nach 54 Spielminuten entsprang dann aber der Ausgleich. Axel Richter setzte Ingo Klinkmüller gut in Szene. Der FSV-Torjäger ließ sich seine Chance nicht entgehen. Er markierte den Ausgleich und damit seinen 22. Saisontreffer. Klinkmüller nimmt nun den dritten Platz in der Verbandsliga-Torschützenliste 2002/03 ein. Doch auch der Ausgleich brachte nicht die nötige Ruhe in die FSV-Abwehrreihen. Im Gegenteil: Ein heilloses Durcheinander im Luckenwalder Strafraum eröffnete den Hausherren weitere Chancen (72.), die allsesamt ungenutzt blieben. Unmittelbar im Gegenzug scheiterte Richter nach einem Alleingang. Der Siegtreffer für den FSV "Glückauf" Brieske/Senftenberg fiel schließlich in der 78. Minute nach einem Eckball. Erneut standen die Luckenwalder Abwehrakteure viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Nutznießer war Mirko Schulze, der keine Mühe hatte zum 2:1 einzuschießen. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Schluss, obwohl die Hausherren genügend weitere Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung und Klinkmüller in der letzten Minute die Ausgleichschance für den FSV 63 auf dem Fuß hatte. Doch dies wäre zuviel das Guten gewesen. fn

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------ Ein bisschen Wehmut ist beim vorerst letzten Auftritt der Briesker Knappen in der Verbandsliga am Sonntag spürbargewesen – zumal die Mannschaft die angereisten Gegner des FSV Luckenwalde mit 2:1 besiegte. Angesichts dieser Wehmut versuchte FSV-Präsident Herbert Tänzer dennauch, die Spieler aufzurichten, «die sich trotz des Abstiegs in der zurückliegenden Saison als Mannschaft präsentiert hatten» . Etwas mehr Optimismus klang dann noch an, als er den Blick nach vorn richtete und das Ziel formulierte, den kurzfristigen Wiederaufstieg anzustreben. Was die Schützlinge von Trainer Wolfgang Hoffmann zum Saisonabschluss boten, war durchaus versöhnlich. Allerdings wurde auch in diesen 90 Minuten noch einmal deutlich, an welchem größten Manko der Klassenerhalt gescheitert war: an der Chancenverwertung. Allein in der ersten halben Stunde waren es Kevin Schmaler mit zwei Schüssen, Alexander Rabe mit einem Durchbruch und Ronny Burkhardt aus Nahdistanz, die eine frühzeitige Führung vergaben. Im Gegenzug musste Lars Brähmig – der sonst als Stürmer aufgebotene Spieler vertrat die beiden ausgefallenen etatmäßigen Torhüter – nur einmal auf der Hut sein, als er einen Aufsetzer abwehren konnte. So durfte der treue Briesker Anhang erst jubeln, als Ronny Burkhardt in der 34. Minute einen an ihm selbst verwirkten Strafstoß zum 1:0-Pausenstand verwandelte. Nach dem Seitenwechsel waren zehn Minuten absolviert, als die Luckenwalder ihren zweiten wirkungsvollen Angriff im Spielverlauf fabrizierten, und schon hieß es 1:1 durch Ingo Klinkmüller. Jetzt wurde die Partie zeitweise etwas hektisch und immer wieder durch Unsauberkeiten unterbrochen. Als Kevin Schmaler in der 63. Minute mit dem Torwart zusammenstieß, zeigte der Schiedsrichter ein zweites Mal auf den Elfmeterpunkt, doch diesmal scheiterte Ronny Burkhardt. In der Folgezeit versuchten sich Jens Löwe mit einem Freistoß sowie kurz nacheinander Alexander Rabe und Ronny Burkhardt. Erst Mirko Schulze blieb es somit vorbehalten, in der 79. Minute im Anschluss an einen Eckball den erlösenden 2:1-Siegtreffer zu markieren.

Michael Hillmann

FC 98 Hennigsdorf - SV Schwarz-Rot Neustadt

2 : 4  ( 0 : 3 ) 

FC 98 Hennigsdorf: Peschel,Sebastian - Bertram,Stefan (ab 77. Ilgenstein,Tobias); Busch,Ingmar; Pomplun,Michael; Senger,Matthias - Heitepriem,Ramon; Singer,Martin - Fofie,Pascal (ab 87. Wuttke,Sven); Golz,Frank; Hellmuth,Kevin (ab 46. Fofie,Jude); König,Falko
SV Schwarz-Rot Neustadt: Reißner,Jan - Elgert,Andreas; Schaeffer,Ralf; Schönfeld,Dirk; Will,Norman - Holtkamp,Marco; Stölke,Martin - Hinzer,Enrico; Krapat,Ronny; Preuss (ab 46. Blümke), Schwager,Thomas
Tore: 0:1 Krapat,Ronny (5.); 0:2 Will,Norman (11.); 0:3 Schönfeld,Dirk (33.); 1:3 Golz,Frank (Handelfmeter, 66.); 2:3 König,Falko (87.); 2:4 Hinzer,Enrico (89.)
Zuschauer: 420
Schiedsrichter: Roger Matz (Berlin)
Gelbe Karten: Senger,Matthias (3.); Singer,Martin (2.) / Blümke (1.)

GREGOR HAAKE


Schade, Schade, Schade. So lange hatten sie tapfer gekämpft. Und am Ende hat es dann doch nicht gereicht. Schwarz-Rot Neustadt ist nicht aufgestiegen. Trotz eines furiosen 4:2-Sieges (3:0) gegen Hennigsdorf ist Neustadt nur Vizelandesmeister. Viktoria Frankfurt ist als Tabellenführer in Ludwigsfelde nicht gestolpert. Aber auf einen Aussetzer des Konkurrenten waren die Kicker aus Neustadt auf fremdem Platz angewiesen. Mit 62 Punkten hat Neustadt noch nie so viele Zähler in einer Saison gesammelt wie in dieser. Nicht einmal im Aufstiegsjahr. "Wir haben eine Bombensaison gespielt." Trainer Wolfgang Rahn blieb nichts anderes übrig, als seinem Team zu gratulieren - trotz der Enttäuschung. Dabei hatte doch alles so gut begonnen. Schon in der vierten Minute hatte Krapat die Schwarz-Roten in Front gebracht. 1:0, alles lief nach Plan. Und Rahns Späher konnten aus Ludwigsfelde noch ein Unentschieden melden. Beflügelt vom Traum der Oberliga, warfen die Neustädter alles nach vorn. In der 15. Minute zappelte das Leder erneut im gegnerischen Netz. Diesmal durfte sich Norman Will in die Torschützenliste eintragen. Und als Dirk Schönfeld in der 31. Minute auf 3:0 erhöhte, hatte Neustadt seine Schuldigkeit getan. Doch am Gesichtsausdruck des verletzten Jens Heidrich war zu erkennen: Frankfurt macht nicht mit. Heidrichs Handy hatte kurz vor der Pause geklingelt und die Stimme am enderen Ende der Leitung hatte die schlechte Kunde überbracht: 2:0 führte Frankfurt in Ludwigsfelde. Alles aus, alles vorbei? Den Neustädtern stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Trainer Rahn hatte Mühe, seine Spieler in der Kabine aufzurichten. "Noch ist alles möglich", soll er ihnen dort vor Augen geführt haben. Doch wahrscheinlich hatte auch Rahn bei der Kabinenansprache seine Enttäuschung nicht verbergen können. Neustadt war wie gelähmt. Wie schön hätte es in der Oberliga werden können? Die Duelle gegen Neuruppin, der Imagegewinn und, und und. Schwere Köpfe von all den Gedanken ließen auch die Beine ermüden - was sich schnell im Ergebnis niederschlug. Zunächst hatte Blümke einen Elfer verursacht, den in der 69. Minute Golz zum 3:1 verwandelte und dann leistete sich auch Keeper Reisner einen Fehlgriff. Konsequenz: 3:2 durch Königs Abstauber. Jetzt geriet selbst der eigene Erfolg noch in Gefahr. Doch die Neustädter zeigten Charakter. Auch wenn zu dem Zeitpunkt der Aufstieg nicht mehr möglich war. In der 89. Minute machte der emsige Hinzer mit dem 4:2 alles klar. So konnten sie wenigstens aufrecht die Enttäuschung verarbeiten. Frankfurt hatte mit Mühe 3:2 in Ludwigsfelde gewonnen und steigt in die Oberliga auf.

Neustadt: Reisner, Krapat, Schönfeld, Elgert, Holtkamp, Schaeffer, Preuß, (Blümke), Schwager, Hinzer, Stölke, Will.
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Dieses Dokument wurde automatisch generiert mit der Ligaverwaltung  Professional League 4.31 Stand: 26.07.2003