TSG Fredersdorf/Vogelsd. - FC Schwedt 02 |
1 : 1 ( 1 : 1 ) |
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TSG Fredersdorf/Vogelsd.: Walter,Erik - Honert,Roberto - Bonin,David (ab 46. Schulz,Dennis);
Göllnitz,Marko; Görke,Andreas; Lätsch,Raphael; Reincke,Utz - Hempel,Sven; Lau,Markus; Sabev,Angel;
Treschewski,Guido
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FC Schwedt 02: Beyersdorff,Henry - Donges,Andreas (ab 75. Hammel,Martin); Duckert,Hardy; Eitner,Sascha
(ab 87. Precht,Alexander); Freude,Steffen; Prielipp,Steffen; Schmidt,Kai; Stegmann,Rene - Neumann,Rene
(ab 87. Günther,Kai); Wendland,Nico - Tetzner,Ralf
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Tore: 0:1 Wendland,Nico (6.); 1:1 Göllnitz,Marko (14.)
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| Zuschauer: 185 |
| Schiedsrichter: Andreas Mattes (Friedrichsthal) |
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Gelbe Karten: - / -
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Die Vorzeichen standen gar nicht gut für die TSG Rot-Weiss Fredersdorf/Vogelsdorf. Da
kommt der Tabellenführer FC Schwedt 02 und schon am Donnerstagabend wurde der
angestammte Heimplatz, in Fredersdorf an der Mittelstaße, der Rot-Weissen durch die
Platzkommission für „nicht bespielbar“ erklärt. Also ging es auf den Ausweichplatz in
Vogelsdorf. Dafür mussten zwar alle angesetzten Nachwuchsspiele abgesagt werden, aber
der Schiedsrichter, sowie die beiden Mannschaften waren mit dem Platz letztendlich
zufrieden. Die Jungs um TSG-Trainer Jürgen Rohde stellten sich auf viel Spielkampf ein und
begannen aus so. Doch schon in der 6. Spielminute gingen die Gäste aus Schwedt mit 1:0 in
Führung. Die Fredersdorfer spielten auf Abseits, doch Wendlandt narrte die gesamte Abwehr,
spielte nicht ab, sondern ging selbst aufs Tor und schloss aus ca. 7 Metern völlig unbeträngt
ab. Erik Walther, im Fredersdorfer Tor, war chancenlos. Die ca. 110 Zuschauer und der
Rot-Weisse Mannschaftskader waren geschockt, was auch Trainer Rohde lautstark
kommentierte. Doch die Rot-Weissen gaben sich nicht auf und schon in der 14. Minute konnte
Marko Göllnitz das 1:1, nach reichlich Tumult im gegnerischen Strafraum, erzielen.
In der folgenden Spielzeit dominierten die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Das Spiel fand
größtenteils im Mittelfeld statt, dadurch ergaben sich in der 1. Halbzeit keine weiteren
Torchancen. Dann ging’s in die Pause. Die Zweitplatzierten Rüdersdorfer, dessen Spiel
abgesagt wurde, waren auch unter den zahlreichen Zuschauern und drückten den
Rot-Weissen fest die Daumen, da der FC Schwedt 02 ihr direkter Konkurrent in Sache Aufstieg
in die Verbandsliga ist.
Die 2. Spielhälfte glich in weitem der Ersten. Die Fredersdorfer verteidigten mit Mann und
Maus, sowie die Schwedter auf ihrer Seite. Lediglich zwei-drei Aktionen im Strafraum von Erik
Walther ließen die Fans den Atem anhalten, aber zu 100%igen Torchancen kam es nicht.
Wenn man die Tabellensituation beider Mannschaften sieht, Schwedt Tabellenführer und
Fredersdorf/Vogelsdorf Schlusslicht, hätte man größere Spielunterschiede erwartet. Diese
waren aber nicht zu sehen. Dies ist zum größten Teil auch den Neuzugängen auf
Fredersdorfer Seite zu verdanken, die leider erst zur Rückrunde in die Mannschaft kamen.
Wäre dies schon die ganze Saison so gewesen, ständen die Rot-Weissen wohl nicht so
schlecht in der Tabelle.
Nach dem Spiel war Fredersdorf/Vogelsdorf mit dem einen Punkt zufrieden und somit ist klar
dass man die Mannschaft der TSG Rot-Weiss Fredersdorf/Vogelsdorf nicht mehr
unterschätzen darf.
Jürgen Rohde nach dem Spiel: "Dies war mal wieder eine geschlossene
Mannschaftsleistung. Alle haben sich bewiesen gegen den Tabellen ERSTEN in einer
aufopferungsvollen Partie. Wir haben verdient einen Punkt geholt und von außen habe ich
gesehen dass die Mannschaft mit mehr Clevernis sogar noch ein besseres Ergebnis
herausholen hätte können. Da in meiner Mannschaft noch viel Potenzial steckt werden wir in
der laufenden Saison noch weiter Akzente in der Landesliga Nord setzten können. Ich bin
rundum mit der Arbeit jedes Einzelnen zufrieden."
Ich denke dass wir in der nächsten Zeit noch für einiges Aufsehen sorgen werden.
Claudia Honert
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Von Gerhard Lehmann
Vogelsdorf. Wieder fiel in der Landesliga Nord die Hälfte der Spiele den
schlechten Platzbedingungen zum Opfer. Nicht aber die Auswärtspartie von
Tabellenführer FC Schwedt 02 beim Schlusslicht TSG Fredersdorf, bei dem die
Gäste über ein 1:1 nicht hinaus kamen.
Der Tabellenletzte rechnete sich nach einigen Zugängen in der Winterpause
aus Berlin neue Chancen für die Frühjahrsrunde aus. Erinnerten sich die
Gastgeber vielleicht auch daran, dass der Spitzenreiter in der Hinrunde
schon eine Begegnung beim damaligen Tabellenletzten Fortuna Babelsberg
vergeigte? Via Internet war man zudem informiert, dass die Oderstädter schon
in der Vorwoche zu Hause gegen den Vorletzten, Neuruppin II, nur zu einem
glücklichen 1:0 gekommen waren.
Und so begann Fredersdorf in der kurzerhand nach Vogelsdorf verlegten Partie
mit forscher Zweikampfführung, die den Gästen offensichtlich überhaupt nicht
schmeckte, und mit wachsendem Selbstbewusstsein, um den ohne Linie
operierenden Spitzenreiter in Verlegenheit zu bringen.
Die TSG ließ sich auch durch die schnelle Gäste-Führung bereits nach sechs
Minuten nicht schockieren, weil es die Oderstädter nicht verstanden, gegen
eine offene Deckung konsequent nachzusetzen und mit einer klaren
Pausenführung den Elan des Gastgebers zu brechen. Das 0:1 war ohnehin nur
einer Einzelaktion von Wendlandt entsprungen, der von der Mittellinie loszog
und sicher vollendete, als die Fredersdorfer eine Abseitsfalle aufbauen
wollten.
Gerade war dann ein Vorstoß von Donges nach Doppelpass mit Prielipp gestoppt
worden, da nutzte Göllnitz eine Unsicherheit der FCS-Abwehr zum
1:1-Ausgleich - die Schwedter bekamen einfach den Ball nicht aus dem Torraum
(13.). Danach brachte Wendlandt mit einem Heber den Ball am sicheren Walter
im Fredersdorfer Tor vorbei, doch auch am Kasten (15.). Neumann zögerte nach
Tetzners Kopfballverlängerung eines Duckert-Freistoßes zu lange mit seinem
Schuss und wurde noch gebremst (23.). Nach Eckstoß von Prielipp köpfte
Tetzner das Leder freistehend aus vier Metern am Gehäuse vorbei (25.).
Walter holte einen Aufsetzer von Wendlandt aus dem unteren Eck (38.). Und
nach einem Donges- Eckstoß lief Wendlandt zum Direktschuss ein, verzog den
Ball aber (40.).
Der Gastgeber kam seinerseits eine Minute vor der Pause durch einen Kopfball
von Lätsch im Anschluss an eine Ecke zu seiner zweiten Chance.
180 Zuschauer waren enttäuscht vom Spitzenreiter, der aus dem Mittelfeld zu
keinem geordneten Spielaufbau fand und im Angriff wenig
Durchsetzungsvermögen bewies. Wie schon eine Woche zuvor gegen Neuruppin -
eigentlich ein Rätsel nach der starken Offensivleistung in der Hinrunde.
Sollten die Ausfälle von Merkel im Mittelfeld und Suckow im Angriff so
gravierende Folgen haben?
Auch nach der Pause veränderte sich der verunsicherte Auftritt des
Tabellenführers nicht. Die Kampfkraft der Fredersdorfer dominierte weiter
die Partie. Wendlandt Schuss an die Lattenoberkante (53.), Tetzners
Dribbling an zwei TSG-Akteuren vorbei, dann aber mit einer Grätsche eines
weiteren Gegenspielers gestoppt (58.), blieben die wenigen Ansätze der
Gäste - es blieb somit beim 1:1.
Auch nach dem Abpfiff hielten die erregten Diskussionen an, warum der
souverän leitende Schiri Mattes den Schwedtern bei einem klaren
Strafraumfoul an Wendlandt den Elfmeter versagte (70.). Wohl eine
fehlerhafte Entscheidung, doch dagegen stand als Hauptgrund für das
enttäuschende 1:1 des Tabellenführers die schwache Gesamtleistung der
Oderstädter.
In der Schlussviertelstunde gab es am und im Fredersdorfer Strafraum
mehrfach ein planloses Schwedter Powerplay, das Torhüter Walter nur selten
in echte Gefahr brachte. Auch die späten Einwechslungen von Günther und
Prechtl, zuvor schon von Hammel, gaben keine Auskunft über die dringliche
Suche nach Spiellenkern in der FCS-Angriffsvorbereitung.
Die Tabelle weist einen Acht- Punkte-Vorsprung der Schwedter aus. Doch nach
dieser Vorstellung sind auch angesichts des erneuten Spielausfalls der
Rüdersdorfer Zweifel daran angebracht, dass die Meisterschaftsentscheidung
tatsächlich bereits gefallen sei.
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