Spieltag Landesliga Nord Brandenburg 2002/03

Übersicht Aktueller Spieltag Ergebnisse Matrix Tabellen Torschützen Statistik
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19. Spieltag

Spiele in Neuruppin,Sachsenhausen,Prenzlau und Babelsberg fallen aus.
Samstag, 1.3.2003  15:00
145 TSG Fredersdorf/Vogelsd. - FC Schwedt 02 (Wertung: 0:3) 1 : 1 ( 1 : 1 ) Details
Samstag, 29.3.2003  15:00
146 FSV Rot-Weiß Prenzlau - VfL Nauen 1 : 0 ( 0 : 0 ) Details
Mittwoch, 30.4.2003  18:30
147 Fortuna Babelsberg - FV Motor Eberswalde II 2 : 2 ( 0 : 1 ) Details
Samstag, 1.3.2003  15:00
148 FSV Forst Borgsdorf - 1.FV Stahl Finow 2 : 1 ( 0 : 1 ) Details
Donnerstag, 17.4.2003  18:00
149 TuS 1896 Sachsenhausen - MSV 19 Rüdersdorf 1 : 4 ( 1 : 2 ) Details
Samstag, 1.3.2003  15:00
150 TSV Chemie Premnitz - SV Victoria Seelow 1 : 1 ( 1 : 1 ) Details
Montag, 21.4.2003  14:00
151 MSV 1919 Neuruppin II - FV Blau-Weiß 90 Briesen 1 : 3 ( 1 : 2 ) Details
Samstag, 1.3.2003  15:00
152 FSV Blau-Weiß Wriezen - CM Veritas Wittenberge 1 : 1 ( 1 : 0 ) Details

Tabelle nach dem 19. Spieltag

Pl.   VereinSpiele    S U NTordiff.Torverhältnis Pkt.         Heim        Auswärts
1. (1.) FC Schwedt 02191522 4155:1447  28:5  25  27:9  22
2. (2.) MSV 19 Rüdersdorf191234 3057:2739  36:15  24  21:12  15
3. (5.) FV Blau-Weiß 90 Briesen191126 1944:2535  24:9  20  20:16  15
4. (3.) FV Motor Eberswalde II19973 1432:1834  18:7  21  14:11  13
5. (4.) FSV Blau-Weiß Wriezen191045 633:2734  16:9  20  17:18  14
6. (7.) SV Victoria Seelow19874 1334:2131  19:9  20  15:12  11
7. (6.) VfL Nauen19946 837:2931  24:12  23  13:17  8
8. (8.) FSV Forst Borgsdorf19874 129:2831  17:11  21  12:17  10
9. (9.) CM Veritas Wittenberge19847 640:3428  22:15  19  18:19  9
10. (10.) 1.FV Stahl Finow19739 -134:3524  24:15  17  10:20  7
11. (11.) TSV Chemie Premnitz19568 -428:3221  18:10  17  10:22  4
12. (13.) Fortuna Babelsberg195212 -1330:4317  12:15  10  18:28  7
13. (14.) FSV Rot-Weiß Prenzlau194510 -1721:3817  13:16  14  8:22  3
14. (12.) TuS 1896 Sachsenhausen194510 -2123:4417  16:22  12  7:22  5
15. (15.) MSV 1919 Neuruppin II193412 -2320:4313  16:20  9  4:23  4
16. (16.) TSG Fredersdorf/Vogelsd.191117 -5917:764  10:31  4  7:45  0

Nächste Spiele

Samstag, 8.3.2003  15:00
158 MSV 19 Rüdersdorf - SV Victoria Seelow 3 : 0 ( 1 : 0 )   
160 MSV 1919 Neuruppin II - TSV Chemie Premnitz 1 : 1 ( 0 : 0 )   
153 FV Motor Eberswalde II - FSV Forst Borgsdorf 1 : 1 ( 1 : 0 )   
155 CM Veritas Wittenberge - FSV Rot-Weiß Prenzlau 0 : 0 ( 0 : 0 )   
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Spiel-Statistiken

TSG Fredersdorf/Vogelsd. - FC Schwedt 02

1 : 1  ( 1 : 1 ) 

TSG Fredersdorf/Vogelsd.: Walter,Erik - Honert,Roberto - Bonin,David (ab 46. Schulz,Dennis); Göllnitz,Marko; Görke,Andreas; Lätsch,Raphael; Reincke,Utz - Hempel,Sven; Lau,Markus; Sabev,Angel; Treschewski,Guido
FC Schwedt 02: Beyersdorff,Henry - Donges,Andreas (ab 75. Hammel,Martin); Duckert,Hardy; Eitner,Sascha (ab 87. Precht,Alexander); Freude,Steffen; Prielipp,Steffen; Schmidt,Kai; Stegmann,Rene - Neumann,Rene (ab 87. Günther,Kai); Wendland,Nico - Tetzner,Ralf
Tore: 0:1 Wendland,Nico (6.); 1:1 Göllnitz,Marko (14.)
Zuschauer: 185
Schiedsrichter: Andreas Mattes (Friedrichsthal)
Gelbe Karten: - / -
Die Vorzeichen standen gar nicht gut für die TSG Rot-Weiss Fredersdorf/Vogelsdorf. Da kommt der Tabellenführer FC Schwedt 02 und schon am Donnerstagabend wurde der angestammte Heimplatz, in Fredersdorf an der Mittelstaße, der Rot-Weissen durch die Platzkommission für „nicht bespielbar“ erklärt. Also ging es auf den Ausweichplatz in Vogelsdorf. Dafür mussten zwar alle angesetzten Nachwuchsspiele abgesagt werden, aber der Schiedsrichter, sowie die beiden Mannschaften waren mit dem Platz letztendlich zufrieden. Die Jungs um TSG-Trainer Jürgen Rohde stellten sich auf viel Spielkampf ein und begannen aus so. Doch schon in der 6. Spielminute gingen die Gäste aus Schwedt mit 1:0 in Führung. Die Fredersdorfer spielten auf Abseits, doch Wendlandt narrte die gesamte Abwehr, spielte nicht ab, sondern ging selbst aufs Tor und schloss aus ca. 7 Metern völlig unbeträngt ab. Erik Walther, im Fredersdorfer Tor, war chancenlos. Die ca. 110 Zuschauer und der Rot-Weisse Mannschaftskader waren geschockt, was auch Trainer Rohde lautstark kommentierte. Doch die Rot-Weissen gaben sich nicht auf und schon in der 14. Minute konnte Marko Göllnitz das 1:1, nach reichlich Tumult im gegnerischen Strafraum, erzielen.

In der folgenden Spielzeit dominierten die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Das Spiel fand größtenteils im Mittelfeld statt, dadurch ergaben sich in der 1. Halbzeit keine weiteren Torchancen. Dann ging’s in die Pause. Die Zweitplatzierten Rüdersdorfer, dessen Spiel abgesagt wurde, waren auch unter den zahlreichen Zuschauern und drückten den Rot-Weissen fest die Daumen, da der FC Schwedt 02 ihr direkter Konkurrent in Sache Aufstieg in die Verbandsliga ist.

Die 2. Spielhälfte glich in weitem der Ersten. Die Fredersdorfer verteidigten mit Mann und Maus, sowie die Schwedter auf ihrer Seite. Lediglich zwei-drei Aktionen im Strafraum von Erik Walther ließen die Fans den Atem anhalten, aber zu 100%igen Torchancen kam es nicht. Wenn man die Tabellensituation beider Mannschaften sieht, Schwedt Tabellenführer und Fredersdorf/Vogelsdorf Schlusslicht, hätte man größere Spielunterschiede erwartet. Diese waren aber nicht zu sehen. Dies ist zum größten Teil auch den Neuzugängen auf Fredersdorfer Seite zu verdanken, die leider erst zur Rückrunde in die Mannschaft kamen. Wäre dies schon die ganze Saison so gewesen, ständen die Rot-Weissen wohl nicht so schlecht in der Tabelle.

Nach dem Spiel war Fredersdorf/Vogelsdorf mit dem einen Punkt zufrieden und somit ist klar dass man die Mannschaft der TSG Rot-Weiss Fredersdorf/Vogelsdorf nicht mehr unterschätzen darf.

Jürgen Rohde nach dem Spiel: "Dies war mal wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Alle haben sich bewiesen gegen den Tabellen ERSTEN in einer aufopferungsvollen Partie. Wir haben verdient einen Punkt geholt und von außen habe ich gesehen dass die Mannschaft mit mehr Clevernis sogar noch ein besseres Ergebnis herausholen hätte können. Da in meiner Mannschaft noch viel Potenzial steckt werden wir in der laufenden Saison noch weiter Akzente in der Landesliga Nord setzten können. Ich bin rundum mit der Arbeit jedes Einzelnen zufrieden."

Ich denke dass wir in der nächsten Zeit noch für einiges Aufsehen sorgen werden.

Claudia Honert

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Von Gerhard Lehmann

Vogelsdorf. Wieder fiel in der Landesliga Nord die Hälfte der Spiele den schlechten Platzbedingungen zum Opfer. Nicht aber die Auswärtspartie von Tabellenführer FC Schwedt 02 beim Schlusslicht TSG Fredersdorf, bei dem die Gäste über ein 1:1 nicht hinaus kamen. Der Tabellenletzte rechnete sich nach einigen Zugängen in der Winterpause aus Berlin neue Chancen für die Frühjahrsrunde aus. Erinnerten sich die Gastgeber vielleicht auch daran, dass der Spitzenreiter in der Hinrunde schon eine Begegnung beim damaligen Tabellenletzten Fortuna Babelsberg vergeigte? Via Internet war man zudem informiert, dass die Oderstädter schon in der Vorwoche zu Hause gegen den Vorletzten, Neuruppin II, nur zu einem glücklichen 1:0 gekommen waren. Und so begann Fredersdorf in der kurzerhand nach Vogelsdorf verlegten Partie mit forscher Zweikampfführung, die den Gästen offensichtlich überhaupt nicht schmeckte, und mit wachsendem Selbstbewusstsein, um den ohne Linie operierenden Spitzenreiter in Verlegenheit zu bringen. Die TSG ließ sich auch durch die schnelle Gäste-Führung bereits nach sechs Minuten nicht schockieren, weil es die Oderstädter nicht verstanden, gegen eine offene Deckung konsequent nachzusetzen und mit einer klaren Pausenführung den Elan des Gastgebers zu brechen. Das 0:1 war ohnehin nur einer Einzelaktion von Wendlandt entsprungen, der von der Mittellinie loszog und sicher vollendete, als die Fredersdorfer eine Abseitsfalle aufbauen wollten. Gerade war dann ein Vorstoß von Donges nach Doppelpass mit Prielipp gestoppt worden, da nutzte Göllnitz eine Unsicherheit der FCS-Abwehr zum 1:1-Ausgleich - die Schwedter bekamen einfach den Ball nicht aus dem Torraum (13.). Danach brachte Wendlandt mit einem Heber den Ball am sicheren Walter im Fredersdorfer Tor vorbei, doch auch am Kasten (15.). Neumann zögerte nach Tetzners Kopfballverlängerung eines Duckert-Freistoßes zu lange mit seinem Schuss und wurde noch gebremst (23.). Nach Eckstoß von Prielipp köpfte Tetzner das Leder freistehend aus vier Metern am Gehäuse vorbei (25.). Walter holte einen Aufsetzer von Wendlandt aus dem unteren Eck (38.). Und nach einem Donges- Eckstoß lief Wendlandt zum Direktschuss ein, verzog den Ball aber (40.).

Der Gastgeber kam seinerseits eine Minute vor der Pause durch einen Kopfball von Lätsch im Anschluss an eine Ecke zu seiner zweiten Chance.

180 Zuschauer waren enttäuscht vom Spitzenreiter, der aus dem Mittelfeld zu keinem geordneten Spielaufbau fand und im Angriff wenig Durchsetzungsvermögen bewies. Wie schon eine Woche zuvor gegen Neuruppin - eigentlich ein Rätsel nach der starken Offensivleistung in der Hinrunde. Sollten die Ausfälle von Merkel im Mittelfeld und Suckow im Angriff so gravierende Folgen haben?

Auch nach der Pause veränderte sich der verunsicherte Auftritt des Tabellenführers nicht. Die Kampfkraft der Fredersdorfer dominierte weiter die Partie. Wendlandt Schuss an die Lattenoberkante (53.), Tetzners Dribbling an zwei TSG-Akteuren vorbei, dann aber mit einer Grätsche eines weiteren Gegenspielers gestoppt (58.), blieben die wenigen Ansätze der Gäste - es blieb somit beim 1:1.

Auch nach dem Abpfiff hielten die erregten Diskussionen an, warum der souverän leitende Schiri Mattes den Schwedtern bei einem klaren Strafraumfoul an Wendlandt den Elfmeter versagte (70.). Wohl eine fehlerhafte Entscheidung, doch dagegen stand als Hauptgrund für das enttäuschende 1:1 des Tabellenführers die schwache Gesamtleistung der Oderstädter.

In der Schlussviertelstunde gab es am und im Fredersdorfer Strafraum mehrfach ein planloses Schwedter Powerplay, das Torhüter Walter nur selten in echte Gefahr brachte. Auch die späten Einwechslungen von Günther und Prechtl, zuvor schon von Hammel, gaben keine Auskunft über die dringliche Suche nach Spiellenkern in der FCS-Angriffsvorbereitung.

Die Tabelle weist einen Acht- Punkte-Vorsprung der Schwedter aus. Doch nach dieser Vorstellung sind auch angesichts des erneuten Spielausfalls der Rüdersdorfer Zweifel daran angebracht, dass die Meisterschaftsentscheidung tatsächlich bereits gefallen sei.

FSV Rot-Weiß Prenzlau - VfL Nauen

1 : 0  ( 0 : 0 ) 

FSV Rot-Weiß Prenzlau: Reichow,Maik - Leege,Sebastian; Njoya,Moustapha Karim ; Rueh,Nico; Sojka,Steffen (ab 85. Tauhardt,Silvio); Woiterski,Mike - Ernst,Guido; Wagner,Danny; Wewiorra,Ingo (ab 60. Werth,Reik) - Sohn,Sebastian; Turner,Steffan (ab 77. Lemcke,Andreas)
VfL Nauen: Lorenzki,Dirk - Schäfer,Peter; Waack,Christian; Wiederhold,Björn - Hoffmann,Björn; Krone,Mathias (ab 70. Zion,Sebastian); Murawski,Steffen; Pfitzer,Dennis; Schönnebeck,Jan - Gröger,Silvio (ab 81. Kaczmarek,Marco); Hoffmann,Tim
Tor: 1:0 Turner,Steffan (63.)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Dietmar Vogt (Neuhardenberg)
Gelbe Karten: - / -
(Spitza). Die 25 stark alkoholisierten und frustrierten Nauener "Fans" zeigten sich als schlechte Verlierer. Nach dem Abpfiff verhöhnten sie Rot-Weiß lautstark als Absteiger zur Landesklasse. Dass man da die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat, war die positive Überraschung des Uckermärker Sport-Wochenendes. Denn die Gastgeber gewannen überraschend gegen den Tabellenvierten VfL Nauen im Landesliga-Nachholspiel mit 1:0. Die Zuschauer sahen die bislang beste Saisonleistung der Rot-Weiß-Fußballer und eine starke kämpferische Leistung der gesamten Elf. Zudem wurde diesmal zielstrebig und überlegt nach vorn gespielt. Prenzlau machte nicht wieder den Fehler aus dem Schwedt-Spiel, zog sich diesmal nicht zu weit zurück und unterband frühzeitig die Angriffe der spieltechnisch besseren Gäste. Nauen, selbstbewusster Favorit, begann natürlich offensiv. Gefahr vor dem Prenzlauer Tor, als Libero Guido Ernst eine scharfe Eingabe knapp über das eigene Tor setzte (9.). Zwei Nauener Chancen folgten. Erst setzte Silvio Gröger eine direkt genommene Flanke aus 14 Metern übers Tor (15.), dann köpfte Tim Hoffmann über das Prenzlauer Gehäuse (19.). Doch das war es auch schon gewesen. Die Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Zweikampfstärke und Einsatzbereitschaft aller Prenzlauer Spieler. Ein Extra-Lob dabei an Mike Woiterski, der seine schwierige Aufgabe gegen den Gäste-Torjäger Silvio Glöger glänzend erfüllte. Und Rot-Weiß suchte selbst den Erfolg. Ein Schuss von Steffen Sojka ging knapp übers Tor (21.). Zwei gute Möglichkeiten nach Standards: Nach Freistoß von Danny Wagner köpfte Stefan Turner, doch Gästekeeper Dirk Lorenzki lenkte das Leder noch um den Pfosten (27.). Dann servierte Sebastian Leege erneut einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum, wieder kam Turner zum Kopfball, aber erneut scheiterte er an Lorenzki (32.). Unschöner Höhepunkt der 1. Halbzeit: Eine klare Tätlichkeit von Tim Hoffmann, doch der Nauener sah für sein hirnloses Nachtreten nur die Gelbe Karte (39.). Nach dem Wechsel war zunächst wieder der Tabellenvierte am Drücker, doch der erstaunlich selten geprüfte Maik Reichow im Prenzlauer Tor reagierte zweimal souverän. Prenzlau war keinesfalls aufs Halten des wichtigen Punktes bedacht, sondern im Vorwärtsgang. Zwei Eckbälle sorgten für Gefahr im Nauener Strafraum, dann setzte Ernst einen 18-Meter-Freistoß knapp übers Tor (58.). Dann die spielentscheidende Szene: Sebastian Sohn setzte sich auf dem rechten Flügel durch, passte scharf nach innen. Turner kam an der Strafraumgrenze an den Ball und haute ihn mit der Pike unhaltbar in den oberen linken Dreiangel - 1:0 (63.). Wütende Nauener Angriffe, doch die Führung gab allen Prenzlauern Auftrieb. Und die Gastgeber kamen zu Kontermöglichkeiten. Raik Werth passte schön in den Lauf von Turner, doch der wurde vom Gästelibero kurz vor dem Strafraum umgehauen. Auch hier nur Gelb (69.). Dann wurde Sebastian Sohn unmittelbar an der Strafraumgrenze gefoult, aber Leege konnte diese Freistoßchance nicht nutzen (75.). Nach einem Leege-Freistoß stieg Moustapha, der diesmal auch wesentlich mehr für die Defensive tat, zum Kopfball hoch - das Leder ging knapp vorbei (79.). Erneut war es Leege, der den eingewechselten Raik Werth mit einer Flanke bediente, aber auch hier brachte der Kopfball nichts ein (81.). Nach schönem Lemcke-Zuspiel in den Raum auf Moustapha stand dieser knapp im Abseits (83.). Das Trainergespann Spadzinski/Metzger fieberte an der Bank dem Schlusspfiff entgegen. Aber bevor auch sie jubeln konnten, sahen sie noch die größte Tat von Torwart Reichow, der einen Schuss aus Nahdistanz per Fuß abwehren und damit den Erfolg sichern konnte (88.). Ein verdienter Sieg der Gastgeber, die nun motiviert in die beiden wichtigen Duelle gegen die unmittelbaren Abstiegskontrahenten Neuruppin (13.) am 5. April in Prenzlau und Fredersdorf (16.) am 12. April in Fredersdorf gehen sollten.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------Jede Serie geht einmal zu Ende. In der Vergangenheit hatten die Landesliga-Kicker vom VfL Nauen noch nicht gegen Rot-Weiß Prenzlau verloren. Zwei Erfolge und ein Remis standen bisher gegen die Uckermärker zu Buche. Diesmal erwischte es den VfL aber. Im Nachholspiel am Sonnabend verloren die Nauener unglücklich mit 0:1 (0:0), weil sie selbst trotz vorhandener guter Möglichkeiten diesmla kein Tor zustande brachten.

Ärgerlich für die VfL-Kicker an dieser Niederlage ist die Tatsache, dass sie es damit versäumten, zum Tabellenzweiten MSV Rüdersdorf, der zu Hause gegen Forst Borgsdorf mit 1:3 unterlag, nach Punkten aufzuschließen. Die Nauener liegen nun gleichauf mit Victoria Seelow (3.) und Blau-Weiß Wriezen (5.) auf dem vierten Rang. Alle drei Teams haben jeweils 37 Zähler auf dem Konto.

Verhängnisvolle 62. Spielminute

In Prenzlau begannen beide Mannschaft bei herrlichem Wetter offensiv und boten den rund 100 Zuschauern zunächst eine unterhaltsame Partie. Die ersten guten Torgelegenheiten für die Nauener besaß Angreifer Silvio Gröger. Nach einem guten Angriff über die linke Seite und Flanke von Jan Schönnebeck verzog der VfL-Torjäger in der 7. Minute nur knapp. Zehn Minuten später nach gutem Zusammenspiel von Schönnebeck und Dennis Pfitzer kam der Ball wieder zu Gröger, der volley aus halblinker Position aus acht Metern nur denkbar knapp das Prenzlauer Gehäuse verfehlte.

Eine 1:0-Führung der Nauener lag in der Luft, wollte aber nicht fallen. Auch in der 25. Minute vergab Tim Hoffmann nach einem Schönnebeck-Freistoß aus aussichtsreicher Position knapp.

Gastgeber Prenzlau kämpfte zwar gut mit, spielte sich selbst aber nur wenig Tormöglichkeiten heraus. Lediglich einmal musste VfL-Keeper Dirk Lorenzki in der ersten Halbzeit bei einem Kopfball der Gastgeber sein Können zeigen.

Nach dem Wechsel änderte sich an dem Geschehen auf dem Platz nur wenig. Beide Teams schenkten sich nichts. Es folgte schließlich die letztlich verhängnisvolle 62. Spielminute für die Nauener. Tim Hoffmann wollte im eigenen Strafraum klären und schoss dabei dem Prenzlauer Steffan Turner den Ball an das Schienbein. Von dort aus prallte die Kugel genau in den oberen Torwinkel unhaltbar für VfL-Keeper Lorenzki.

Nach dem 0:1-Rückstand verstärkten die Nauener ihre Bemühungen, um ebenfalls zu einem Treffer zu kommen und drückten die Gastgeber praktisch in deren eigene Spielhälfte. Die Prenzlauer kamen nur noch zu Kontern, die aber von der VfL-Abwehr und dem Torwart kontrolliert werden konnten.

Kurz vor Schluss hatten die Gäste noch eine Großchance, um zum Ausgleich zu kommen. Der eingewechselte Sebastian Zion konnte aus Nahdistanz den gut parierenden Rot-Weiß-Torwart allerdings nicht überwinden. So blieb es aus Sicht der Nauener beim 0:1. Damit verlor der VfL nach dem 0:2 beim Schlusslicht TSG Fredersdorf/Vogelsdorf in der Rückrunde bereits zum zweiten Mal gegen eine Vertretung, die mitten im Abstiegskampf steckt.

Fortuna Babelsberg - FV Motor Eberswalde II

2 : 2  ( 0 : 1 ) 

Fortuna Babelsberg: Mohr,Norbert - Fischer,Michael; Goly,Oliver; Müller,Martin; Reifenstein,Tilo; Steinke,Mirko (ab 46. Senft,Sebastian); Steketee,Randall (ab 65. Supper,Timo) - Greupner,Marco; Greve,Timo; Jung,Daniel; Röll,Oliver
FV Motor Eberswalde II: Kruse,Sascha - Fischer,Lars; Geiß,Marko; Hylla,Frank; Nennhaus,Lars; Riemer,Marco; Schlupski,Dirk (ab 78. Tiede,Markus) - Helmich,Marcel; Tegge,Steve (ab 88. Taube,Christian); Thormann,Falk (ab 89. Kuß,Stefan) - Döring,Thomas
Tore: 0:1 Schlupski,Dirk (16.); 0:2 Tegge,Steve (48.); 1:2 Goly,Oliver (86.); 2:2 Senft,Sebastian (88.)
Zuschauer: 55
Schiedsrichter: Rico Hetzschold (Potsdam)
Gelbe Karten: Steinke,Mirko (3.); Greupner,Marco (7.); Greve,Timo (6.) / Schlupski,Dirk (2.)
Die Fußballgötter halten zu Fortuna Babelsberg. Nach fünf Punktspielsiegen in Folge schien am Mittwoch im Nachholspiel gegen Motor Eberswalde II die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Fünf Minuten vor dem Abpfiff stand es 0:2. Das 2:2-Endergebnis grenzte dann fast an ein Wunder. Die Oberligareserve aus dem Landkreis Barnim war der erwartet schwere Gegner. Ihre massive Abwehr war für den durch das Fehlen von Brunow und Koschan geschwächte Fortuna-Angriff schier unüberwindbar. Im Mittelfeld recht passabel, spielend, fehlte den Babelsbergern nach vorn die Durchschlagskraft. Geburtstagkind Randell Stekkette ­ herzlichen Glückwunsch zum 25.! ­ versuchte es ein paarmal mit zaghaften Fernschüssen. Für den Eberswalder Schlussmann Kruse bedeuteten diese kaum Gefahr. Auf der anderen Seite hatte Manndecker Mirko Steinke einen rabenschwarzen Tag, und auch Libero Daniel Jung war nicht gerade in Bestform. So bahnte sich s Unheil bald an. Immer wieder konterten die Gäste. Als Fortuna in der 16. Minute nach einem Eckball das Leder nicht aus der Gefahrenzone bekam erzielte Schlupski das 0:1. Es hätte noch schlimmer kommen können, doch Babelsbergs Keeper Norbert Mohr war die Zuverlässigkeit in Person. Machtlos war er allerdings gegen Tegges 0:2 (48.). Jung hatte den im Strafraum angespielten Eberswalder nicht energisch attackiert. Fortuna schien sich danach aufgzugeben. Nach vorn ging wenig. Eberswaldes Trainer Kuß wechselte in der 78. Minute seinen Spielmacher Schlupski aus, das war das vielleicht ein Fehler. In der Schlussphase wurde Fortuna tatsächlich einmal richtig munter. Als Martin Müller (86.) in den gegnerischen Strafraum eindrang und zu Tino Greve ablegte, wurde dessen Schuss abgewehrt, doch Oliver Golys Abstauber saß. Das 1:2. Jetzt lief es auf einmal, und schon der nächste Angriff brachte den Ausgleich. Der zur Pause eingewechselte Sebastian Senft versenkte den Ball aus 25 Metern mit einer Bogenlampe im Eberswalder Tor. Solcherart in Schwung gekommen hinderte kurz darauf der Schlusspfiff weitere Tore für Fortuna. Trainer Dieter Ceranski sprach von einem glücklichen Punktgewinn, zeigte sich vor dem morgigen Auswärtsspiel in Wriezen aber optimistisch: “Robert Koschan hat seine Rot-Sperre abgesessen, mit ihm wird unser Angriff wieder stärker.ł

FSV Forst Borgsdorf - 1.FV Stahl Finow

2 : 1  ( 0 : 1 ) 

FSV Forst Borgsdorf:
1.FV Stahl Finow: Schwarz,Steffen; Seidel,Rajko
Tore: 0:1 Fischer,Kenny (22.); 1:1 Grande,Marcel (81.); 2:1 Schuldes,Andre (90.)
Zuschauer: 88
Schiedsrichter: Steffen Hauk (Neuruppin)
Gelbe Karten: - / -
Gelb-Rote Karte: - / Seidel,Rajko (71. Minute)
Rote Karte: - / Schwarz,Steffen (41. Minute)
Besonderes Vorkommnis: Kraatz,Daniel (FSV Forst Borgsdorf) verschießt Foulelfmeter (73.)

TuS 1896 Sachsenhausen - MSV 19 Rüdersdorf

1 : 4  ( 1 : 2 ) 

Tore: 1:0 Scharfen,Marcel (4.); 1:1 Karras,Gordon (14.); 1:2 Warzecha,Mario (18.); 1:3 Warzecha,Mario (60.); 1:4 Warzecha,Mario (75.)
Zuschauer: 177
Schiedsrichter: Rico Hetzschold (Potsdam)

TSV Chemie Premnitz - SV Victoria Seelow

1 : 1  ( 1 : 1 ) 

TSV Chemie Premnitz: Selle,Björn - Baetz,Matthias; Ecke,Stefan (ab 65. Henke,Ronny); Fingerhut,Jens; Jurk,Alexander; Kather,Andre; Ohle,Christian; Schmeling,Steven - Kersten,Rene; Lucke,Steve - Wienmeister,Sven (ab 65. Rades,Robert)
SV Victoria Seelow:
Tore: 1:0 Kather,Andre (11.); 1:1 Giering,Thomas (31.)
Zuschauer: 33
Schiedsrichter: Jan Arndt (Rathenow)
Gelbe Karten: - / -
Am 19. Spieltag der Landesliga Nord empfing der TSV Chemie Premnitz am Samstagnachmittag den Tabellenvierten SV Viktoria Seelow. Auf schwierigen Platzverhältnissen begannen die Gäste sehr konzentriert und hätten bereits in der 2. min. nach einem Gewühl im Premnitzer Strafraum in Führung gehen können. Björn Selle im Tor der Chemiker verhinderte mit einem tollen Reflex bei einem Schuß von Giering den frühen Rückstand. Danach wurde der TSV immer sicherer und bestimmte zusehends das Geschehen. Vor allem Wiedereinsteiger Alexander Jurk wußte zu gefallen und sollte nach dem Abbau des Trainingsrückstandes eine Verstärkung für die Landesligamannschaft sein. Premnitz setzte die Gäste unter Druck und wurde bereits in der 11. Minute durch einen wunderschönen Volleyschuß in den Winkel von Torjäger Kather mit dem Führungstor belohnt. Chemie setzte nach und hätte bei etwas mehr Clevernes das Spiel früh für sich entscheiden können. Nur zwei Minute nach der Führung verfehlte Kapitän Lucke, nach einem Freistoß von Ohle, das Tor nur ganz knapp. In der 18. Minute hätte Jurk auf 2 : 0 erhöhen können, als er nach einer Klassekombination mit Kather frei vor dem Seelower Tor zum Schuß kam den Ball dabei aber nicht richtig traf. So kam es wie so oft im Fußball. Genau in die Premnitzer Druckphase kam Viktoria nach einen zu schwachen Abwehrversuch von Lucke zum Ausgleich. Wobei Torwart Selle eine Bogenlampe zunächst an die Latte lenken konnte aber beim Nachschuß von Giering völlig machtlos war. Die Schlußphase dieser ansehnlichen ersten Halbzeit war dann nochmal turbulent. Der immer wieder heftigst reklamierende Gästetrainer mußte in der 43. min. nach mehrmaliger Ermahnung des Unparteiischen Arndt seinen Platz auf der Bank räumen. Gleichzeitig sah ein Wechselspieler des SV Viktoria die Gelbe Karte. Nach der Pause verflachte das Spiel etwas. Der tiefe Boden ließ auch kaum spielerische Aktionen zu. Beide Mannschaften neutralisierten sich zumeist im Mittelfeld. Seelow war nun zwar optisch überlegen konnte sich aber keine nennenswerten Torchancen erabeiten. Das verletzungsbedingte Ausscheiden des Mittelfeldmotors Wienmeisters tat dem Spiel der Hausherren nicht gut. In der Schluphase versuchte der TSV dann noch einmal den Druck auf die Gäste zu erhöhen um vielleicht dochnoch zum Siegtreffer zu kommen. Leider versagte der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Arndt den Premnitzern nach einem Foul an Kather einen Strafstoß. Am Ende blieb es bei der insgesamt gerechten Punkteteilung. Der Premnitzer Mannschaft um Trainer Rügen muß man für ihren nimmermüden Kampfgeist ein Kompliment aussprechen. Vor allem die auch spielerische ansprechende erste Halbzeit lässt für die Zukunft hoffen. Wenn beim TSV der Kader, immerhin fehlten mit Löbel, Liebner, Berner und Albrecht gleich vier Spieler, einmal komplett ist, dann sollte man die nötigen Punkte um Klassenerhalt einfahren.

MSV 1919 Neuruppin II - FV Blau-Weiß 90 Briesen

1 : 3  ( 1 : 2 ) 

MSV 1919 Neuruppin II: Buchholz,Simon - Bruchanski,Jan; Jäckel,Sebastian - Dreschler,Jens; Landeck,Michael; Malz,Sven; Mathis,Ronny; Raschke,Christian (ab 46. Kraus,Marcel); Weschenfelder,Falk (ab 46. Engel,Mathias) - Bregulla,Stefan (ab 46. Weschenfelder,Rene); Budig,Sven
FV Blau-Weiß 90 Briesen: Gernetzke,Marcel; Läsecke,Alexander; Pelikowsky,Andre; Schmidt,Roland; Schübler,Heiko - Alter,Thoralf; Brüning,Robert (ab 65. Brunsch,Pascal); Rockmann,Tino (ab 87. Reetz,Marcel); Tews,Marko - Moritz,Volker; Wendt,Manuel
Tore: 0:1 Brüning,Robert (22.); 0:2 Tews,Marko (31.); 1:2 Malz,Sven (45.); 1:3 Moritz,Volker (57.)
Zuschauer: 59
Schiedsrichter: Michael Vollmann (Gühlen-Glienicke)
Gelbe Karte: - / Wendt,Manuel (5.)
Gelb-Rote Karte: - / Alter,Thoralf (58. Minute)
Unsere Blau Weißen konnten heute in der Fontanestadt Neuruppin drei Punkte verdient entführen. Trotz personeller Probleme und Zahlenmäßiger Unterzahl ab der 61. min war der Sieg von den etwas harmlosen Neuruppinern nicht zu verhindern. Uns fehlen ja immer noch Reno Ballhorn, Reiko Ballhorn ( verletzt ) und Maik Mlynarczyk der verhindert war. Doch die Jungs zeigten das sie auch solche Ausfälle kompensieren kann. Nun zum Spiel. In den ersten Minuten konnten die MSVér etwas Druck entwickeln, der aber begünstigt wurde durch die noch nicht geordnete Abwehr der Briesener. Ab der 15.min machte Briesen dann das Spiel und kam folgerichtig in der 22.min zur 1:0 Führung durch Brüning. Als Wendt sich im Strafraum behaupten konnte und den Ball in den Rücken der Abwehr spielte, stand Brüning frei und schoß aus 12 m ins Tor. Die Neuruppiner versuchten jetzt das Ruder rum zu reißen aber Ihre Angriffe wurden von der jetzt guten Briesener Abwehr vereitelt. Dann in der 31.min setzte sich Rockmann auf der rechten Seite schön durch und flankte aus dem Mittelfeld den Ball diagonal in den Strafraum, wo Tews den Ball direkt nahm und zum 2:0 unhaltbar einschoß. In der 35. min erhielt Alter für ein hamloses Foul die gelbe Karte, welche später noch eine Rolle spielen sollte. Mit den Gedanken schon in der Pause, gab es völlig überraschend den Anschlusstreffer für Neuruppin. Briesen bekam den Ball nicht aus dem Strafraum und Malz war zur Stelle und schoß aus drei Metern ein. Die Blau Weißen waren also für die zweite Hälfte gewarnt, und setzten die Worte des Trainers Sauer ( vertrat am Sonnabend und Montag den verreisten Frank Morgen ) mit Bravour um. Die Abwehr stand in der zweiten Halbzeit sehr sicher und vorn gab es immer wieder Konterchancen. So eine nutzte Briesen dann auch zum 3:1 durch Moritz der von Brüning sehr schön freigespielt wurde. Dann die 61.min, Briesen spielte mal wieder einen Konter mit einem schönen Paß in den freien Raum aber der Linienrichter gab Abseits. Warum, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Alter grinste nur über den Pfiff des Schiedsrichters, untergrub damit angeblich seine Autorität, und wurde mit Gelb/rot vom Platz gestellt. Briesen verlagerte nun alles auf das Abwehren der Angriffe von Neuruppin. Dies gelang auch sehr gut, da die Angriffe nicht sehr einfallsreich waren. In der 78.min traf Dreschler nach einem Freistoß die Latte. Das war es dann aber auch. Briesen fährt mit drei Punkten nach Hause und Neuruppin muß noch einige Punkte gegen den Abstieg holen. Patrick Sauer. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------ JEANETTE SCHÄFER


NEURUPPIN Sieben Punkte hatte MSV II-Trainer Dietmar Bletsch für die drei absolvierten Heimspiele anvisiert. Nach der gestrigen 1:3-Niederlage gegen Blau-Weiß Briesen/Mark stehen die Neuruppiner jedoch mit leeren Händen da. Im Kampf gegen den Abstieg gelang dem inzwischen Vorletzten der Landesliga Nord nicht ein Pünktchen. Obwohl Frustration und Enttäuschung im Lager des Gastgebers nach dem Abpfiff deutlich zu spüren waren, appelierte Trainer Bletsch, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. "So lange rechnerisch der Klassenerhalt machbar ist, geben wir nicht auf." Dass die Männer gestern gegen Briesen kämpften, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch viele individuelle Fehler in der Abwehr und harmlose Angreifer besiegelten die erneute Niederlage. Sven Budig hätte nach genau 90 Sekunden Spielzeit die Neuruppiner schon in Führung bringen können. Doch nach einer scharfen Eingabe von Sven Malz traf er den Ball aus Nahdistanz nicht richtig. In der Folge übernahmen die Briesener die Regie auf dem Platz. Die MSVler, in den Zweikämpfen fast immer unterlegen, hatten so gut wie keine nennenwerte Torchance mehr in den folgenden 40 Minuten. Auch der Gast strotzte nicht vor Angriffslust, doch wenn er einmal vor Torwart Simon Buchholz auftauchte, klingelte es. So auch in der 22. Minute, als Manuel Wendt den ersten Treffer von Robert Brünning vorbereitete. Düpiert wurde die MSV-Abwehr in der 31. Minute, als ein langer Ball vorbei an Mann und Maus durch den Strafraum eilte und von Marco Tews dirket ins lange Eck gewuchtet wurde. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte Sven Malz nach Vorarbeit von Ronny Mathis den MSV wieder ins Rennen. Nur zwölf Minuten nach dem Wiederanpfiff mussten die Neuruppiner das 1:3 hinnehmen. Brünning legte für Moritz Volker auf. Als nur eine Minute später der Briesener Toralf Alther mit gelb-rot vom Platz flog, sahen die Zuschauer eine dominierende MSV-Elf. Doch gegen die kompakt stehenden zehn Brieser wollten die Gastgeber mit dem Kopf durch die Wand. Selbst einen indirekten Freistoß aus zehn Metern brachte nichts ein (Sven Malz). Ein Kopfball vom eingewechselten Marcel Kraus an die Latte zählte zu den Höhepunkten der zweiten Halbzeit.

Gästetrainer Patrick Sauer freute sich indes über die drei gewonnen Punkte, die seine Männer "Völlig verdient gegen harmlose Neuruppiner" gewonnen hätten.

FSV Blau-Weiß Wriezen - CM Veritas Wittenberge

1 : 1  ( 1 : 0 ) 

FSV Blau-Weiß Wriezen:
CM Veritas Wittenberge: Marx,Martin - Bartkowiak,Jens; Roeseler,Manuel; Schlewitt,Nico; Starck,Dirk; Voye,Birk - Dittmann,Ronny; Herper,Andreas (ab 81. Dannehl,Lars); Krause,Christian - Muhs,Andre; Starck,Michael
Tore: 1:0 Wegner,Matthias (22.); 1:1 Starck,Dirk (64.)
Zuschauer: 48
Schiedsrichter: Martin Weingarten (Bad Freienwalde)
Gelbe Karten: - / -
LARS PELEN :

Damit bleiben die Elbestädter in der Rückrunde weiter ungeschlagen und haben damit nach mehreren Auswärtspleiten endlich wieder eine Punkt in der Fremde geholt. In einer auf mittelmäßigen Niveau geführten Partie waren die Gäste aus Wittenberge in der 22. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten, egalisierten aber in der zweiten Halbzeit durch eine Kopfball von Dirk Starck zum verdienten 1:1. In der Schlussphase hatte Christian Krause sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, aber sein Schuss fälschte Lars Dannehl ins Aus ab. Frank Dannehl, Trainer des CMV, war zufrieden: "Das Unentschieden geht in Ordnung. Sicherlich war es keine ansehnliche Partie, aber der Boden ließ nichts besseres zu." Auf dem äußerst holprigen Untergrund, die Partie war extra auf einen anderen Platz im benachbarten Eichwerder verlegt worden, fand Wriezen wesentlich besser in die Partie. Mit Macht drängten die Blau-Weißen auf einen schnellen Führungstreffer, aber die Veritas-Verteidigung um Libero Birk Voye stand zunächst gut. Veritas, das ohne den gesperrten Norman Hurlbrink, Sebastian Gückel (verletzt) und Benjamin Kampehl (Aufbau) angereist war, wartete auf Konter. In der fünften Minute war Michael Starck auf und davon und wurde im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß gab der Schiedsrichter leider nicht. Nach einer Viertelstunde verebbten die stürmischen Angriffsversuche der Platzherren. Aber gerade in der Phase als die Wittenberger sich befreiten und nun selbst die Initiative ergriffen, gerieten sie in Rückstand. Nach einer Ecke bekam der CMV den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass Wagner aus dem Gewühl heraus mit dem Knie die 1:0-Führung erzielte (22.). Veritas zeigte sich wenig geschockt und hatte nun seinerseits Chancen zum Ausgleich. Zunächst hatte Ronny Dittmann Pech, dessen Schuss nach Ablage von Dirk Starck ein Wriezener Abwehrspieler im letzten Moment noch klärte (29.). Dann wurde den Gästen ein Kopfballtreffer von Nico Schlewitt verweigert. Nach einer Ecke hatte Schlewitt das Leder unbedrängt ins Tor eingeköpft, doch der Referee entschied auf Torwartbehinderung (41.). Unbeeindruckt von dieser offensichtlichen Benachteiligung ging Veritas die zweite Hälfte an. Doch erst ein Missverständnis in der Wriezener Abwehr ermöglichte den Ausgleich des CMV. Nach einer weiten Flanke von Birk Voye hatte Christian Krause das Leder so verlängert, dass sich Libero und Torwart der Wriezener nicht einig waren, wer das Leder übernehme. Diese Situation nutzte Dirk Starck: er spritzte in die Lücke und köpfte das Leder über den Keeper hinweg ins Tor (63.) Wriezen reagierte wütend, doch der junge Wittenberger Keeper Martin Marx reagierte in der 70. und 76. Minute glänzend. In der Schlussphase schienen sich beide Teams auf ein Remis geeinigt zu haben, ehe Christian Krause fast doch noch das 2:1 erzielte.

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Dieses Dokument wurde automatisch generiert mit der Ligaverwaltung  Professional League 4.31 Stand: 11.08.2003