Spieltag Landesklasse-West 2002/03

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29. Spieltag

Rathenow ist Meister und Aufsteiger / Perleberg stürzt in die Kreisliga

Dannenwalde bleibt gefährdet / Kessel und Lück kämpfen um Torjägerkrone

Am vorletzten Spieltag sicherte sich BSC Rathenow durch einen 4 : 1-Erfolg in Brieselang den Staffelsieg und steigt in die Landesliga auf. Herzlichen Glückwunsch! Den zweiten Platz sicherte sich Empor Schenkenberg trotz eines nur mäßigen 3 : 3-Remis gegen den Pritzwalker SV. Zur Pause hatte Pritzwalk durch Münch (2) und ein Eigentor der Gastgeber noch geführt. Dritter ist Lindow, nur 2 : 2-Unentschieden gegen die Oberliga-Reserve aus Brandenburg, kann aber in der Endabrechnung von Ketzin/Falkenrehde (2 : 0 gegen Klein Kreutz) am letzten Spieltag noch abgefangen werden. Im Abstiegskampf ist eine weitere Entscheidung gefallen. Das Traditionsteam Einheit Perleberg, vor Jahresfrist aus der Landesliga in die Landesklasse abgestiegen, stürzt nun gar in die Kreisliga. 0 : 3 unterlagen die Kreisstädter in Dannenwalde und müssen nun ebenso wie Meyenburg und Karstädt einen Neubeginn wagen. Mit 33 Zählern ist Dannenwalde aber noch längst nicht im sicheren Hafen, denn zwei von fünf Tabellen-13. müssen wegen des Aufstiegs von 17 Kreismeistern ebenfalls die Landesklasse verlassen. Ein vierter Absteiger kommt aus der Mitte-Staffel, der Süden ist gerettet. Nord, Ost und West machen den 17.Absteiger unter sich aus. Die Spannung bleibt also bis zum letzten Spieltag erhalten. Tino Kessel (Brieselang/25) behauptete die Spitze bei den besten Torjägern. Es folgen Stefan Lück (Lindow/23), Silvio Münch (Pritzwalk/20), Marko Siegmund (Rathenow/17), René Otto (Klein Kreutz/16), Stefan Maske (Alt Ruppin/16), Keven Schmoock (Rathenow/16), Christian Stölke (Dannenwalde/15), Marcus Bethke (Falkensee/15), Danny Klopsch (Schenkenberg/14) und Christian Schulz (Ketzin/14).
Samstag, 24.5.2003  
SC Hertha Karstädt - Rot-Weiß Kyritz 0 : 4 ( 0 : 3 ) Details
SV Blau-Weiß Dannenwalde - SSV Einheit Perleberg 3 : 0 ( 2 : 0 ) Details
Lindower SV Grün-Weiß - BSC Süd 05 II 2 : 2 ( 1 : 1 ) Details
SV Grün-Weiß Brieselang - BSC Rathenow 94 1 : 4 ( 0 : 0 ) Details
FSV Ketzin/Falkenrehde - Grün-Weiß Klein Kreutz 2 : 0 ( 0 : 0 ) Details
Meyenburger SV Wacker - Falkensee/Finkenkrug II 1 : 2 ( 0 : 2 ) Details
SV Empor Schenkenberg - Pritzwalker SV 1911 3 : 3 ( 2 : 3 ) Details
SV Eintracht Alt Ruppin - ESV Kirchmöser 2 : 2 ( 1 : 2 ) Details

Tabelle nach dem 29. Spieltag

Pl.   VereinSpiele    S U NTordiff.Torverhältnis Pkt.         Heim        Auswärts
1. (1.) BSC Rathenow 94292153 5175:2468  36:11  36  39:13  32
2. (2.) SV Empor Schenkenberg2917111 4066:2662  35:14  34  31:12  28
3. (3.) Lindower SV Grün-Weiß291568 1565:5051  35:18  32  30:32  19
4. (4.) FSV Ketzin/Falkenrehde 291487 1150:3950  28:19  30  22:20  20
5. (6.) Falkensee/Finkenkrug II291379 653:4746  23:21  23  30:26  23
6. (5.) Pritzwalker SV 1911291298 557:5245  28:24  23  29:28  22
7. (7.) BSC Süd 05 II2912611 048:4842  23:23  23  25:25  19
8. (9.) SV Eintracht Alt Ruppin2911711 -566:7140  36:37  25  30:34  15
9. (8.) SV Grün-Weiß Brieselang2911612 854:4639  32:21  23  22:25  16
10. (12.) Rot-Weiß Kyritz299911 039:3936  24:18  23  15:21  13
11. (10.) ESV Kirchmöser298129 -944:5336  26:27  17  18:26  19
12. (11.) Grün-Weiß Klein Kreutz2911117 -1352:6534  27:33  22  25:32  12
13. (13.) SV Blau-Weiß Dannenwalde2910316 -1451:6533  30:27  25  21:38  8
14. (14.) SSV Einheit Perleberg296815 -1843:6126  20:26  14  23:35  12
15. (15.) Meyenburger SV Wacker295618 -2840:6821  27:25  18  13:43  3
16. (16.) SC Hertha Karstädt294223 -4934:8314  22:41  12  12:42  2

Nächste Spiele

Samstag, 31.5.2003  
BSC Süd 05 II - SV Blau-Weiß Dannenwalde 0 : 4 ( 0 : 4 )   
Falkensee/Finkenkrug II - SV Empor Schenkenberg 2 : 1 ( 0 : 1 )   
BSC Rathenow 94 - FSV Ketzin/Falkenrehde 0 : 0    
SV Grün-Weiß Brieselang - Rot-Weiß Kyritz 4 : 2 ( 3 : 0 )   
SSV Einheit Perleberg - SC Hertha Karstädt 2 : 0 ( 2 : 0 )   
Grün-Weiß Klein Kreutz - Meyenburger SV Wacker 2 : 2 ( 2 : 1 )   
Pritzwalker SV 1911 - SV Eintracht Alt Ruppin 2 : 2 ( 0 : 1 )   
ESV Kirchmöser - Lindower SV Grün-Weiß 4 : 2 ( 3 : 1 )   
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Spiel-Statistiken

SC Hertha Karstädt - Rot-Weiß Kyritz

0 : 4  ( 0 : 3 ) 

SC Hertha Karstädt: Knuth,Matthias
Rot-Weiß Kyritz:
Tore: 0:1 Chenwi,Walten (Foulelfmeter, 14.); 0:2 Baliu,Driton (16.); 0:3 Conrad,Andreas (30.); 0:4 König,Ronny (Foulelfmeter, 73.)
Gelbe Karten: - / -
Gelb-Rote Karte: Knuth,Matthias (73. Minute) / -
WERNER WOLF


Die Kyritzer Landesklassenkicker brauchten am Sonnabend in Karstädt unbedingt einen Sieg, um die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Die Rot-Weißen zeigten eine starke Leistung, waren spielerisch überlegen und siegten 4:0. Die Kyritzer ließen von Beginn an den Ball gut laufen. Mit Doppelpässen und Direktkombinationen brachten sie die Karstädter immer wieder in Bedrängnis. Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt und schauten zeitweise dem Wirbel der Gäste tatenlos zu. In der 14. Minute traf Waltters Chenwie vom Elfmeterpunkt zum 0:1. Nur zwei Minuten danach erhöhte Driton Baliu auf 2:0. Angriff auf Angriff rollte Richtung Karstädter Tor. Stephan Ellfeldt (17.) verfehlte knapp das Tor, wenig später hielt der Heimtorwarten einen Schuss von ihm. Auch Chenwie verzog knapp. Den dritten Kyritzer Treffer (30.) markierte Andreas Conrad, schön freigespielt von Ronny König. Danach ließen König (34., 43.) und Gudio Maaß (41.) sehr gute Chancen aus. Nach der Pause verflachte die Partie, die Kyritzer mussten bei der Hitze dem hohen Tempo in der ersten Halbzeit Tribut zollen. Die Gäste hatten die Partie aber fest im Griff, erspielten sich weitere gute Gelegenheiten, ließen die meisten aber aus. Nur Ronny König traf mit einem Handelfmeter (84.) zum 0:4-Endstand. Zwei Minuten später verhinderte der Pfosten den fünften Treffer der Kyritzer. Die Karstädter erspielten sich in den 90. Minuten nicht eine klare Torchance und stellten damit eindeutig unter Beweis, dass sie zurecht in die Kreisliga absteigen.

Rot-Weiß Kyritz: Drotbohm; Gerber, A. Parlitz, Brinschwitz, Maaß, Ellfeldt, Baliu, König, Chenwie, Conrad (Lieberrenz), Schneidewind (Rieger

SV Blau-Weiß Dannenwalde - SSV Einheit Perleberg

3 : 0  ( 2 : 0 ) 

SV Blau-Weiß Dannenwalde:
SSV Einheit Perleberg: Stude,Andreas
Tore: 1:0 Schneider (24.); 2:0 Ziesecke,Arne (42.); 3:0 Linkowitsch,Daniel (86.)
Gelbe Karten: - / -
Gelb-Rote Karte: - / Stude,Andreas (72. Minute)
Im Prignitzderby zählte für beide Teams nur ein Sieg, um sich die Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten. Während Dannenwalde nach dem 3:0 ein Stein vom Herzen fiel, fuhr für die Perleberger der Zug Richtung Klassenerhalt endgültig ab. Besonders bitter für die Gäste, die binnen einen Jahres von der Landes- bis in die Kreisliga durchgereicht wurden. Ob allerdings die Blau-Weißen als Viertletzter am letzten Spieltag in Brandenburg noch Punkte benötigen, hängt von der Lage in den anderen Staffeln ab. Perleberg sah in der Anfangsphase nicht wie ein künftiger Absteiger aus und nutzte Zuordnungsprobleme bei den Hausherren. Keeper Sonntag entschärfte einen gefährlichen Kopfball (9.) und einen abgefälschten Schuss (15.). Mit der ersten Torchance gelang Blau-Weiß die Führung. Schneider wurde nach einer Einzelleistung nicht energisch genug angegriffen und zog von der Strafraumgrenze ab (24.). Die Einheit-Elf hatte nach einer halben Stunde durch Bauersfeld und Baruth zwei Chancen zum Ausgleich. Auf der Gegenseite verfehlte Ziesecke nach Dribbling das Perleberger Gehäuse (40.). Zwei Minuten später hatte er mehr Glück. Ein Freistoß von Stölke prallte von der Latte zurück und Ziesecke köpfte zum 2:0 ein. Zu Beginn der 2. Hälfte gab es nur eine Riesengelegenheit für Linkowitsch (52.). Die Heimelf lauerte auf Konter. Routinier Seidel, der wieder mal als Aushilfe einsprang, organisierte als Libero gewohnt souverän die Deckung. Nur ein Perleberger Freistoß (65.) brachte Gefahr für das Gastgeber-Tor. In der 71. Minute sah der Perleberger Andreas Stude wegen Ballwegschlagens zunächst den gelben Karton und wurde anschließend wegen Meckerns zum Duschen geschickt. Ansonsten war es für die Bedeutung für beide Teams eine überaus faire Begegnung. In der Schlussphase hatte zunächst Rupertus die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen, was Linkowitsch (86.) mit dem 3:0 gelang. Fast mit dem Schlusspfiff hatte Blessin noch die Chance zum 4:0, wobei der Erfolg dann zu hoch ausgefallen wäre.

Roger Popp

Lindower SV Grün-Weiß - BSC Süd 05 II

2 : 2  ( 1 : 1 ) 

Tore: 1:0 Ruthert,Sebastian (11.); 1:1 Heitepriem,Rene (24.); 2:1 Lück,Stefan (46.); 2:2 Zötsche (53.)

SV Grün-Weiß Brieselang - BSC Rathenow 94

1 : 4  ( 0 : 0 ) 

Tore: 0:1 Siegmund,Marco (70.); 0:2 Siegmund,Marco (78.); 0:3 Schmook,Kevin (82.); 1:3 Mohr,Christian (84.); 1:4 Giese,Stefan (89.)
Lange Zeit war im Landesklassespiel zwischen Grün-Weiß Brieselang und dem BSC Rathenow am Sonnabend nicht zu erkennen, dass die Gäste der Spitzenreiter sind und mit einem Sieg den Aufstieg in die Landesliga endgültig perfekt machen können. Die Gastgeber, durch das Fehlen der gelbgesperrten Gilbert Geist und Bernd Carus zusätzlich gehandicapt, präsentierten sich zunächst als kompakt spielende und kämpfende Mannschaft und machten den Kreisstädtern das Leben recht schwer. Das klare 4:1 (0:0)-Endresultat für Rathenow täuschte doch sehr über den Spielverlauf hinweg. So klar überlegen waren die Gäste keineswegs. In der ersten Halbzeit gab es ein verteiltes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht so aus, dass die Rathenower zum Torerfolg kommen würden. Nach dem Wechsel erhöhten die Gäste dann zwar den Druck, allerdings zunächst weiter ohne zählbaren Erfolg. Zudem reagierte der eingewechselte Grün-Weiß-Keeper Ronny Krause einige Male sehr gut. Erst in der 70. Minute schaffte dann Marco Siegmund doch die 1:0-Führung für die Gäste. Erneut Siegmund (78.) und Kevin Schmoock (82.) erhöhten für Rathenow sogar auf 3:0, ehe Brieselang durch Christian Mohr zum 3:1 (84.) kam. Stefan Giese sorgte mit dem 4:1 (89.) schließlich dafür, dass die BSC-Spieler und -Fans doch noch vorzeitig den Aufstieg bejubeln konnten.

Grün-Weiß Brieselang: Übermuth (ab 46. Krause), Heinrich, Adara, Wendrich, Fischer, Mohr, Kessel, Rahn, Gottschalk (ab 46. Ch. Wenzel), Bauschmann, Schlüter. Trainer: Detlef Anders. Betreuer: Ronny Krause.

FSV Ketzin/Falkenrehde - Grün-Weiß Klein Kreutz

2 : 0  ( 0 : 0 ) 

Tore: 1:0 Schulz,Christian (65.); 2:0 Rose,Daniel (70.)
HERBERT KONOPKA


Trotz eines etwas schmeichelhaften 2:0 (0:0)-Erfolgs über Grün-Weiß Klein Kreutz konnte der FSV 95 Ketzin/Falkenrehde seinen vierten Platz in der Weststaffel der Fußball-Landesklasse nicht verbessern, denn Grün-Weiß Lindow behauptete durch ein Remis gegen den BSC Süd 05 den dritten Rang. Im letzten Spiel am nächsten Wochenenden beim feststehenden Aufsteiger BSC 94 Rathenow wird es für die "Falken" sehr schwer werden zu punkten, um die Lindower vielleicht noch abzufangen. Das Spiel gegen Klein Kreutz war zunächst vom gegenseitigen Abtasten geprägt, wobei die Ketziner versuchten, Ordnung in das Spielgeschehen zu bringen. Auf beiden Seiten waren Torchancen vorhanden, die aber nicht genutzt wurden. Die größte Möglichkeit hatten die Gäste aus dem Westhavelland, aber Daniel Zemlin traf mit seinem Schuss nur die Latte. Auf FAL-KE-Seite besaß Spielertrainer Jan Katzwedel gute Möglichkeiten, die er aber in der 12. und 18. Minute nicht nutzen konnte, weil Gästetorwart André Stendal gut parierte. Bis zum Halbzeitpfiff blieb die sehr faire Partie torlos, weil Mike Swirkowski (40.) und Lars Lamprecht (41.) zwei sehr gute Einschussmöglichkeiten ausließen. In der 48. und 50. Minute scheiterte Jan Katzwedel erneut, während Patrick Stuhlmacher und Ronny Paul auf der anderen Seite FAL-KE-Keeper Marco Fredrich prüften. Wenig später traf Christian Schulz (60.) nur die Latte. In der 65. und 70. Minute fielen dann aber noch die Tore. Zunächst besorgte Christian Schulz mit seinem 13. Saisontreffer das 1:0. Nach einem gekonnten Spielzug stellte wenig später Daniel Röse den endgültigen Sieg für die Gastgeber sicher. Klein Kreutz bot zwar kein schlechtes Spiel. Beim Ausnutzen der Chancen haperte es aber bei den Gästen. Bei den "Falken" konnten Marco Balzer und Steffen Radke überzeugen, während alle anderen Akteure in ihrem Leistungsvermögen auch kaum abfielen.

FSV 95 Ketzin/Falkenrehde: Fredrich, Alisch, Gerlach, Katzwedel, Lamprecht, Radke, Schulz, Stein, Swirkowski, Röse (ab 82. Zicklet), Balzer. Trainer: Jan Katzwedel

Meyenburger SV Wacker - Falkensee/Finkenkrug II

1 : 2  ( 0 : 2 ) 

Tore: 0:1 Skrzipczyk,Dirk (27.); 0:2 Bethke,Marcus (43.); 1:2 Keckstadt,Mike (77.)
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Christian Pingel (Sadenbeck)
Vor dem letzten Heimspiel des MSV Wacker in der Saison 2002/03 gegen den SV Falkensee/Finkenkrug II (1:2) bedankte sich der Meyenburger Verein beim SV Buckow mit einem Präsent für die fast drei Jahre lang gewährte Gastfreundschaft auf dem Buckower Sportplatz und die ausgezeichnete Betreuung durch die Leitung des SV Buckow. Für das Spiel selbst konnte sich das Dahse-Team dann von vornherein nicht allzuviel ausrechnen. Die Gäste stehen nicht zufällig im oberen Tabellendrittel und bei den Meyenburgern fehlten mit Hartwig, Wersich und Naussedat fast sämtliche Spieler, die zumeist im Angriff eingesetzt wurden. Die Verbandsligareserve des SV Falkensee/Finkenkrug mit erfahrenen alten und ehrgeizigen jungen Spielern erspielte sich recht bald eine leichte Überlegenheit, nachdem zunächst Raimund Mir und Volker Kluth für den Gastgeber gute Möglichkeiten zum Führungstreffer hatten. Das 0:1 fiel allerdings erst in der 27. Minute durch Mittelfeldspieler Skrzipczyk, wobei Wackers Abwehr nicht gut aussah. Leider verstolperte Volker Kluth eine Minute später eine sehr gute Ausgleichschance. Dann stand Wackers Keeper Christian Dramburg wieder im Mittelpunkt des Geschehens, parierte Schüsse von Bethke und Frobel, musste sich zwei Minuten vor der Pause aber wieder geschlagen geben, als Bethke mit einem präzisen und wuchtigen Schuss aus 25m genau ins rechte Eck zum 0:2-Halbzeitstand traf. Nur Sekunden nach Wiederbeginn musste Dramburg gegen Verteidiger Göde klären. Im Gegenzug vergab Raimund Mir eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als er an einem Abwehrspieler hängen blieb. Nun versuchte Wacker trotzdem, dem Spiel vielleicht noch eine Wende zu geben. David Pöhls Freistoß landete aber neben dem Tor und ein strammer Schuss von Ricardo Laszig wurde vom Gästekeeper zur Ecke abgelenkt. Nun entwickelte sich ein von beiden Mannschaften recht offen geführter Kampf mit Chancen hüben und drüben. Dabei landete ein Schuss von Andreas Kramer leider nur am Pfosten, auch Mir und Matthias Dahse hatten Möglichkeiten, aber erst Mike Kekstadt gelang in der 77. Minute der Anschlusstreffer. Laszig versuchte, noch den Ausgleich zu erzielen, scheiterte aber gleich zwei Mal am Torwart der Gäste.

Olaf Tiede

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------- Mit drei Punkten und guter Laune im Gepäck kehrten die Spieler und Fans des SV Falkensee/Finkenkrug II vom Auswärtsspiel beim Meyenburger SV Wacker heim. Mit 2:1 (2:0), dem sechsten Punktgewinn in Folge, bezwang die Elf der Trainer Jörg Möbius und Marco Woitina den designierten Absteiger und kletterte in der Tabelle der Landesklasse West auf den fünften Platz. Damit holte die Zweite auswärts genauso viele Punkte wie auf dem heimischen Rasen (je 23) und ist somit das Team mit der drittbesten Auswärtsbilanz in dieser Spieklasse. Den mitgereisten Fans wurde ein fairer und vom Zufall geprägter Kick geboten, in dem am Ende die aktivere Mannschaft gewann. Auf dem Sportplatz des SV Buchow - der Meyenburger Platz befindet sich noch in der Bauphase - tasteten sich beide Mannschaft zu Beginn vorsichtig ab und erarbeiteten sich Möglichkeiten. In der 27. Minute konten die FF-Fans erstmalig zum Torjubel ansetzen. Nachdem sich Frank Neumann auf der rechten Außenbahn durchgesetzt hatte, verwertete Dirk Skrzipczyk per Direktabnahme in seinem letzten Spiel für die "Zweite" die präzise Eingabe des Falkenseer Kapitäns. Als dann schon alle Beteiligten auf den Halbzeitpfiff des gut amtierenden Schiedsrichter Christian Pingel (Genshagen) warteten, beglückte Wacker-Torwart Christian Dramburg die "Zweite" mit einem Geschenk der besonderen Art. Zur allgemeinen Überraschung der gut 120 Zuschauer fand ein "Kullerball" von Marcus Bethke den Weg unter dem Körper des ansonsten sicheren Keepers in Netz (44.). Nach der Pause kam Meyenburg mit wesentlich mehr Willen aus der Kabine. Mehr als der Anschlusstreffer zum 1:2 von Mike Kekstad (77.), bei dem FF-Keeper Stefan FGranke unfreiwillig mithalf, gelang ihnen aber nicht mehr.

SV Falkensee/Finkenkrug: Franke, Huth, Göde, Ast, Wehner, Neumann, Skrzipczyk (ab 78. Brock), Relitz (ab 46. Lipka), Fröbel, Plückhahn (ab 90. Möbius), Bethke. Trainer: Jörg Möbius/Marco Woitina, Betreuer: Mike Parieß.

SV Empor Schenkenberg - Pritzwalker SV 1911

3 : 3  ( 2 : 3 ) 

Tore: 1:0 Eckert,Daniel (9.); 1:1 Münch,Sylvio (20.); 2:1 Brüning,Marco (22.); 2:2 Conrad (Eigentor, 24.); 2:3 Münch,Sylvio (38.); 3:3 Wittke,Eyk (78.)
Mit erheblichen Besetzungssorgen musste der Pritzwalker SV die Reise zum vorletzten Punktspiel zu Empor Schenkenberg antreten. Spieler der 2. Mannschaft und der A-Junioren sprangen ein und sie machten ihre Sache beim 3:3 (3:2)-Unentschieden gut. Schenkenberg hatte von vornherein einen klaren Sieg eingeplant und begann das Spiel entsprechend. Die stürmischen Angriffsbemühungen wurden nach 10 Minuten belohnt. Mike Oppermann musste einen unhaltbaren Schuss aus 20 Metern zum 1:0 für Empor passieren lassen. Doch schon fünf Minuten später zirkelte Silvio Münch den Ball mit einem sehenswerten Schuss zum Ausgleich unter die Latte. Die Freude über das 1:1 währte nur zwei Minuten. Der Empor-Mittelstürmer stand nach einer Flanke völlig frei und beförderte den Ball zum 2:1 in die Maschen. Die Gastgeber wirkten oft zu lässig in ihrem Spiel und die PSVer nutzten die Fehler immer wieder zu gefährlichen Angriffen. Etwas unglücklich für den Gastgeber fiel das 2:2 (23.), denn ein Freistoß aus halblinker Position von Stefan Knodel getreten, wurde per Kopf ins eigene Tor abgefälscht. Wie sorglos Empor operierte, zeigte sich in der 40. Minute. Silvio Münch nahm an der Mittellinie einen Abschlag von Marcel Diehr auf, marschierte allein auf das Tor zu, spielte den Torhüter aus und erzielte die Führung zum 2:3. Nach dem Wechsel hatte der Gast durch Knodel, Siewert und Münch die Möglichkeit, das Ergebnis auszubauen, doch gute Chancen wurden vergeben. Besser machten es die Gastgeber: Nach einem Eckball wurde der Ball per Kopf zum 3:3-Ausgleich im PSV-Tor versenkt (75.). Insgesamt ein gerechtes Ergebnis. Bester Spieler der Pritzwalker war Björn Siewert, unerwartet stark spielten die A-Juniorenspieler Andy Teuchner und Steven Kreklow in ihrem ersten Spiel in der Landesklassenelf der Männer des PSV.

H. Bormann

SV Eintracht Alt Ruppin - ESV Kirchmöser

2 : 2  ( 1 : 2 ) 

Tore: 0:1 Kühn (20.); 0:2 Ludwig (35.); 1:2 Erb,Nico (36.); 2:2 Stegemann,Thomas (86.)
KARL-HEINZ SCHLIEKER


Im vorletzten Saisonspiel in der Landesklasse Staffel West trennten sich Eintracht Alt Ruppin und der ESV Kirchmöser 2:2. Die Eintracht begann vehement, hatte durch Stefan Maske (2./12.) die Chance zum 1:0, aber er zielte ungenau. Durch viele Abspielfehler, Fouls und schlechtes Deckungsverhalten baute die Heimelf den Gegner auf. Die junge Gästeelf kombinierte gefällig, nutzte die freien Räume und konnte nach 24 Minuten nach guter Kombination mit 1:0 in Führung gehen - es was das 70. Gegentor im 29. Pflichtspiel. Die Heimelf operierte weiterhin planlos und unkonzentriert. So war es kein Wunder, dass Kirchmöser durch Ludwig nachlegte und nach 35 Minuten mit 2:0 führte. Doch postwendend konnte Alt Ruppin nach Torwartfehler durch ein Abstaubertor von Nico Erb (36.) auf 1:2 verkürzen. Bis zur Pause gab es keine weiteren Höhepunkte. Die Kabinenpredigt muss gewirkt haben. Die Heimelf erhöhte den Druck, Kirchmöser kam stark in Bedrängnis. Marcus Urbank kam in der 50. Minute neu ins Spiel. Die Überlegenheit drückte sich auch in den Chancen aus. Aber die Angriffshandlungen wurden uneffektiv vorgetragen. Urbank (62.), Pietrus (65.), Kasiske (70./80./81) hatten mit ihren Schüssen Pech, einmal war die Torlatte im Wege. Marcel Reinicke kurbelte immer wieder am rechten Flügel. Der ESV stellte sich zu zehnt hinten rein und wollte die Führung behaupten. Der Gast war konditionell k.o. Die Hitze machte zu schaffen. Die Bemühungen der Eintracht wurden belohnt. Nach toller Vorarbeit von Thomas Pietrus auf der rechten Flanke schaffte der eingewechselte Thomas Stegemann in der 86. Minute das 2:2. Im zweiten Abschnitt hatte der ESV Kirchmöser nur eine Möglichkeit erspielt. Es blieb beim verdienten 2:2. Der 40. Pluspunkt ist erspielt, ein einstelliger Tabellenplatz sicher. Am nächsten Wochenende im letzten Saisonspiel gegen Pritzwalk muss sich die Alt Ruppiner Eintracht steigern, um zu punkten.

Eintracht: Rechenberg, Kasiske, Kassanke, Wendtland, Kube, Pietrus, Garbe, Erb, Reinicke, J. Morawitz, Maske (50. Urbank/75. Stegemann
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