Spremberger SV 1862 - VfB Hohenleipich 1912 |
1 : 4 ( 1 : 1 ) |
|
Tore: 0:1 Fischer,Steffen (6.); 1:1 Liebchen,Falk (16.); 1:2 Stolle,Sebastian (51.); 1:3 Rost,Sirko
(Foulelfmeter, 78.); 1:4 Werner,Stefan (85.)
|
| Zuschauer: 80 |
| Schiedsrichter: Klaus Leckzut (Burg) |
Überzeugender Auswärtssieg zum Abschluss
VfB sicherte seine beste Platzierung seit der Landesklassenzugehörigkeit
Beide Teams hatten ihre Saisonziele bereits erreicht, konnten also befreit in diesen letzten
Spieltag gehen. Den besseren Start erwischten die Gäste, die mit zwei Kopfbällen den
SSV-Schlussmann prüften. Wiederum per Kopf gelang dann Steffen Fischer nach einer Ecke
der Führungstreffer (6.) für Hohenleipisch. Nach zehn Minuten griffen die Platzherren erstmals
gefährlich an, Röder hatte sich rechts durchgesetzt, verzog aber. Michael Werner, dem man
die fehlende Spielpraxis anmerkte, konnte sich auf der anderen Seite gegen den Torwart nicht
durchsetzen (15.). Nach einem erneuten SSV-Angriff über die rechte Seite wurde Liebchen im
Strafraum angespielt, der hatte viel Zeit den Ball anzunehmen und keine Mühe das 1:1 (16.)
zu erzielen hatte. Im Gegenzug ging ein Kopfball von Thomas Buchwald knapp über die Latte.
Das VfB-Spiel wirkte nach dem Ausgleich nun etwas statisch, man stand zu weit weg vom
Gegenspieler. Dennoch gab es durch Michael Werner eine Möglichkeit (28.), er konnte den
Flankenball von Sirko Rost aber nicht kontrollieren. Ihre größte Chance im gesamten Spiel
hatten die Spremberger nach einer halben Stunde, der VfB-Keeper verhinderte im
Herauslaufen jedoch das Tor. Hohenleipisch kam nach sehr schönem Spielzug ebenfalls
noch zu einer erstklassigen Möglichkeit, Stefan Werner hätte aber vielleicht selbst den
Abschluss suchen müssen anstatt abzuspielen. Nach Chancen also ein gerechter
Halbzeitstand, mit Wiederbeginn riss der VfB das Spiel aber an sich und ging folgerichtig
erneut in Führung. Thomas Buchwald, diesmal Tagesbester, hatte sich bis zur Grundlinie
gekämpft und Sebastian Stolle spitzelte den Ball über die Linie. Immer deutlicher wurde die
Überlegenheit der Gäste, die auch die meisten Zweikämpfe gewannen und den SSV voll im
Griff hatten. Nur Spielmacher Röder gelangen vereinzelt Aktionen im Mittelfeld, die Spitzen
der Gastgeber blieben aber vollkommen wirkungslos. Nachdem Maik Schlüter im Zweikampf
mit dem SSV-Keeper im Strafraum zu Fall kam, nutzte Sirko Rost den anschließenden
Elfmeter zum 1:3 (78.) und traf damit in jedem der letzten sechs Spiele! Schließlich spielte
Stefan Werner zwei Spremberger im Strafraum aus, ließ eine Körperdrehung folgen und gab
dem Torwart keine Chance, das 1:4 (85) zu verhindern. Damit wurde am Ende auch das
Ergebnis dem Spielverlauf in dieser fairen Partie gerecht und der VfB erreichte mit Rang vier
seine beste Landesklassenplatzierung. Der VfB-Trainer, der seine Jungs zum letzten Mal
betreute, meinte nach einer insgesamt durchwachsenen Rückrunde: "Das sah doch wieder
aus wie Fußball!", was für die neue Saison durchaus optimistisch machen sollte. An dieser
Stelle sei Rico Nattermann für die erfolgreiche Arbeit in Hohenleipisch nochmals gedankt und
viel Erfolg an seiner neuen Wirkungsstätte beim FV Gröditz gewünscht.
SSV: Freudenberger (46. Baum), Herrmann, Schultka, Jurischka, Golnik, Ganig, Röder, Kantor
(83. Göpfert), Paulo (68. Kreuzholz), Liebchen, Noack.
VfB: Jahn, Lubke, Wunderlich, Schollbach, Fischer, Schlüter (79. Jopp), St. Werner, Ullrich,
Buchwald, Rost, M. Werner (46. Stolle).
(ft)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
---------------
Die Spremberger begannen dieses Spiel eigentlich recht schwungvoll, und doch mussten sie
frühzeitig einen plötzlichen Rückstand hinnehmen, da man sich im Anschluss an einen
Eckball zu unaufmerksam gezeigt hatte.
Torwart Jens Freudenberger bekam den Kopfball erst hinter der Torlinie zum Halten. Danach
gab es zumeist ein verteiltes Spiel, und nach einem Pass von Stefan Paulo konnte Falk
Liebchen zum 1 : 1- Ausgleich einschießen.
Anschließend hatten die Gäste eine große Möglichkeit, doch hier konnte Rene Ganig im
letzten Moment rettend eingreifen. Der SSV 1862 hatte gute Chancen durch Stefan Paulo, Kai
Noack und Peter Röder, selbst bis zum Pausenpfiff in Führung zu gehen, aber im Abschluss
fehlte die letzte Konsequenz. In der zweiten Halbzeit waren dann die Gäste aus
Hohenleipisch die eindeutig dominierende Mannschaft. Trotz der hohen Temperaturen zeigten
sie ein laufaufwändiges Spiel und kombinierten sicher. Sie hatten nun klare Feldvorteile und
schossen in regelmäßigen Abständen ihre Tore zum klaren 4 : 1-Sieg heraus.
Der SSV 1862 verlor dagegen zu viele Zweikämpfe und erreichte im Spiel nach vorn keine
nennenswerte Wirkung mehr. Einzig die Abwehrreihe mit Alexander Golnik, David Jurischka,
Rene Ganig, Sebastian Herrmann und Michael Schultka konnte überzeugen, doch waren auch
sie beim ständigen Druck der Gäste zunehmend überfordert, da der Ball nur wenig in den
eigenen Reihen gehalten werden konnte und somit die Entlastung einfach nicht gegeben war.
So gab es am Sieg der Gäste aus Hohenleipisch nichts zu deuteln, da sie einfach die bessere
Mannschaft waren, während beim Platzbesitzer die Luft raus war, um sich noch einmal
aufzubäumen. Dazu waren für Übungsleiter und Spieler die letzten Wochen im Abstiegskampf
zu nervenaufreibend gewesen, zumal man Woche für Woche die Formation durch
Verletzungsausfälle durcheinander wirbeln musste.
Insgesamt eine verkorkste Saison für den SSV 1862, die aber mit dem Klassenerhalt noch
einen versöhnlichen Abschluß fand. Ein schon länger geplanter Übungsleiterwechsel steht für
die Saison 2003/2004 an, denn die Geschicke der Mannschaft werden dann von den
Sportkameraden Christian Knecht von der SG Groß Gaglow und Reiner Rothe geleitet.
(hs)
|
|