Teltow und Blankenfelde um die Herbstmeisterschaft
Der Spielplaner hatte ein glückliches Händchen, denn in der Partie BSC Blankenfelde gegen
den Teltower FV treffen am 15. und damit letzten Spieltag der Hinrunde in der Landesklasse,
Staffel Mitte, die beiden führenden Teams aufeinander. Es geht um nicht mehr und nicht
weniger als die inoffizielle Herbstmeisterschaft. Der Teltower FV hat vor dem Gipfel eine
ermutigende Bilanz: In den bisher vierzehn ausgetragenen Begegnungen blieb die Elf
unbesiegt und so reift in Teltow die Gewissheit, eigentlich zu mehr in der Lage zu sein, als
nur in der Spitze mitzuspielen.
Mit dem Mittwoch-Sieg gegen Teupitz im Rücken können sie Teltower mit breiter Brust in
Blankenfelde auflaufen. Trainer Sven Thoß hofft, dass seine Mannschaft trotz der
außergewöhnlichen Belastung keine "schweren Beine" hat und zum letzten Auftritt in der
englischen Woche "nicht müde" ist. "Wir sind in Vorleistung gegangen und wollen die Partie,
die keinen Favoriten hat, unbedingt gewinnen", formuliert Thoß weiter. Blankenfelde war
zuletzt in einem Tief. Die Mannschaft kämpft um Rehabilitierung, so dass die Teltower
höllisch aufpassen müssen.
Der Tabellendritte, der Werderaner FC Viktoria, steht vor einer relativ leichten Aufgabe.
Gegner ist die abstiegsbedrohte Elf von TSV Empor Dahme. Bei einem vollen Erfolg könnte
der Rückstand der Werderaner zu den beiden führenden Teams weiter verkürzt werden. "Wir
schauen natürlich mit einem Auge nach Blankenfelde und hoffen, dass dort etwas für uns
Günstiges passiert. Danach werden wir wissen, wohin die Reise geht", sinniert WFC-Coach
Karsten Bosecker. Bis auf Eik Mellin, der nach der Gelb/Roten Karte in Seddin fehlen wird, hat
Bosecker alles an Deck.
Mit dem Aufeinandertreffen SG Michendorf gegen Turbine Potsdam hält auch der letzte
Herbstrundenspieltag ein Kreisderby parat. Beide benötigen im Kampf gegen den Abstieg
dringend Punktzuwachs. Das gilt ganz besonders für die Gastgeber. "Uns steht das Wasser
bis zum Hals, da ist jeder gewonnene Punkt wichtig", sagt SG-Coach Silvio Ebert, der die
zuletzt wegen Gelb-Roter Karten gesperrten Pabst und Laubrich wieder einsetzen kann.
Neben dem langzeitverletzten Handrick muss allerdings P. Walter wegen der fünften Gelben
Karte zwangspausieren.
Für Turbine-Trainer Lutz Koschan hat das Kreisderby einen besonderen Reiz, denn vor seiner
Tätigkeit bei Turbine war er über vier Jahre verantwortlicher Trainer der Michendorfer. "Das
ist Geschichte, jetzt gilt meine ganze Kraft Turbine Potsdam", erklärt Koschan. In Michendorf
ist Heller nach seiner Gelb/Rot-Sperre wieder mit von der Partie. Bangen muss Koschan um
den Einsatz seines Torjägers Fuchs. Auch ist das Mitwirken von Viehrig, Kunz, Amm und
Dreschkowski ist noch ungewiss.
Erst am Sonntag tritt Schlusslicht ESV Lok Seddin beim Aufsteiger Blau-Gelb Sonnewalde an.
Die Lok-Mannschaft hat den Abstiegskampf längst angenommen. Die Abstände sind aber noch
gering. Mit einem Sieg beim Neuling und einem möglichen Punktgewinn eine Woche später in
Mittenwalde könnte sich die Elf an das untere Tabellenmittelfeld herantasten. "In Sonnewalde
liebäugeln wir mit drei Punkten, zumal in unserer Staffel bis auf Blankenfelde, Teltow und
Werder jeder jeden schlagen kann", sagt Lok-Coach Wolfram Thomalla. Arnold, Ewert und R.
Walter sind wieder dabei, dagegen werden aber Spielmacher M. Maiwald (5. Gelbe Karte), A.
Ebel (verletzt) und M. Schade fehlen.
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Eine erfolgreiche englische Woche bescherte dem Teltower FV am Ende des 15. Spieltages
den inoffiziellen Titel eines Herbstmeisters. Nach Siegen über SG Michendorf (4:2), der
gelungenen Flutlichtpremiere mit dem 4:0-Sieg am Mittwoch gegen Teupitz/Groß Köris und
dem überraschenden 1:0-Erfolg im Spitzenderby beim Titelfavoriten BSC Blankenfelde geht
die einzig unbezwungene Elf der Landesklasse mit mindestens drei Punkten Vorsprung in die
Rückrunde. Der Vorsprung könnte sich sogar auf sechs Zähler erhöhen, wenn Blankenfelde
im Nachholespiel in Herzberg scheitert. Ärgster Verfolger des führenden Duos bleibt der
Werderaner FC. Gegen den sehr spät angereisten Aufsteiger Empor Dahme gelang nur ein
glanzloses 2:0. Trotz erbitterten Widerstands verlor der VfB Herzberg die Auswärtspartie bei
Grün-Weiß Lübben 0:2 und obendrein und völlig unnötig Karsten Neukirch mit der Ampelkarte
wegen Meckerns. Beim 1:0-Erfolg der SG Friedersdorf beim VfB Trebbin sahen die
Friedersdorfer Kroloff und M.Wagner die rote Karte, während der Trebbiner Lummert bereits
das dritte Mal in dieser Saison mit Gelb/Rot vorzeitig die Kabine aufsuchen musste. In der
unteren Tabellenregion kam Neuling TSV Treuenbrietzen zum unerwarteten 2:1-Sieg beim
formschwachen BSV Mittenwalde. Michendorf egalisierte gegen Turbine Potsdam einen
0:2-Rückstand noch zum 2:2. Auch der 2:1-Erfolg der zuletzt wenig überzeugenden Niemegker
gegen Teupitz kam nicht programmgemäß. In der Torjägerliste übernahm Jörg Bartel
(Teltow/13) die Führung. Dieter Wolff
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| Samstag, 7.12.2002 |
| FSV Grün-Weiß Niemegk - SV Teupitz-Groß Köris |
2 : 1 |
( 1 : 1 ) |
Details |
| SV Grün-Weiß Lübben - VfB Herzberg 68 |
2 : 0 |
( 1 : 0 ) |
Details |
| VfB Trebbin - SG Friedersdorf |
0 : 1 |
( 0 : 1 ) |
Details |
| BSV Mittenwalde - TSV Treuenbrietzen |
1 : 2 |
( 1 : 0 ) |
Details |
| BSC 1927 Blankenfelde - Teltower FV 1913 |
0 : 1 |
( 0 : 1 ) |
Details |
| SG Michendorf - FV Turbine Potsdam 55 |
2 : 2 |
( 1 : 2 ) |
Details |
| Sonntag, 8.12.2002 |
| SV Blau-Gelb Sonnewalde - ESV Lok Seddin (Wertung: 3:0) |
1 : 2 |
( 0 : 2 ) |
Details |
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| Spielfrei: Werderaner FC Viktoria |