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Landesklasse Nord 2009/10 (Stand 12.06.2010)Spielbericht |
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SV Lichterfelde 1959: Jens Vierich, Steven Jelonek, Martin Sturm (70. Marcus Rannow), Patrick Schröter (46. Florian Sturm), Markus Marschke, Ole Lasner (36. Romano Raband), Martin Kühn, Stephan Morgenstern, Michael Kohl, Christian Kuhn, Alexander Kohl SV Blau-Weiß Gartz: Florian Koppe, Martin Lenke, Tommy Wohlleben, Michael Stein, Christian Germer, Andre Sengebusch, Tino Lesener, Andre Kraus, Ronny Albrecht, Clemens Kolbe (46. Olaf Wohlleben), Tobias Pagels Tore: 1:0 Patrick Schröter (6.); 2:0 Stephan Morgenstern (65.); 3:0 Christian Kuhn (68.); 4:0 Alexander Kohl (72.); 5:0 Christian Kuhn (78.); 6:0 Christian Kuhn (80.); 7:0 Florian Sturm (84.) Schiedsrichter: Martin Weingarten (Berlin) Zuschauer: 77 Gelbe Karte: Martin Sturm (57.) / - Mit einem zu keiner Zeit gefährdeten 6:0-Kantersieg gegen erschreckend harmlose Gäste aus Gartz, von denen lediglich Schlussmann Florian Koppe überzeugen konnte, setzte der SV Lichterfelde den krönenden Abschluss auf eine hervorragende Saison. Am Ende steht der Aufsteiger auf dem vierten Tabellenplatz, ist zugleich bestes Barnimer Team in der Landesklasse Nord und kann nach Staffelsieger FSV Prenzlau den besten Angriff und die beste Auswärtsbilanz vorweisen. Während sich die Gäste aus der Uckermark den Klassenerhalt bereits in der Vorwoche durch einen 4:1-Heimsieg gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Pinnow sichern konnten, winkte für den Aufsteiger sogar noch der Rang drei in der Abschlusstabelle. Dementsprechend entschlossen begannen die Lichterfelder diese Partie und hätten bereits in der ersten Spielminute durch Martin Sturm in Führung gehen können. Doch nach schnellem, direktem Konterspiel bekam der Verteidiger nicht mehr genügend Druck hinter den Ball, sodass Florian Koppe im Gästetor kaum gefordert wurde.Der Elf von Trainer Hartmut Hoffmann war anzusehen, dass sie sich mit einer guten Leistung von Fans und Verantwortlichen aus der Saison verabschieden wollte. Die Gäste aus der Uckermark, die stark ersatzgeschwächt ohne mehrere Stammkräfte anreisten, wurden enorm früh unter Druck gesetzt. Lichterfelde verengte die Räume geschickt und suchte immer wieder den schnellen, direkten Weg in die Spitze. Der gewohnt laufstarke Martin Kühn setzte sich nach vier Minuten auf der linken Flügelseite bis zur Grundlinie durch, doch Mannschaftskamerad Stephan Morgenstern verpasste dessen scharfe Hereingabe knapp. Kurz darauf führte ein mustergültiger Angriff der Hausherren zur frühen Führung. Genau vier Stationen brauchte der Aufsteiger, um aus der eigenen Defensive heraus für Torgefahr auf der anderen Seite des Platzes zu sorgen, wo Patrick Schröter nach Vorlage von Christian Kuhn problemlos zum 1:0 einschob (6.). Nur drei Minuten später hätte Schröter, der die Lichterfelder in Richtung Joachimsthal verlassen wird, für das 2:0 sorgen können, doch der 20-Jährige verfehlte nach Brustablage von Kapitän Alexander Kohl deutlich (9.).Die Gastgeber waren eindeutig das tonangebende Team und dominierten den Gegner in allen Belangen. Einzig und allein die Chancenverwertung schien erneut das Manko des Aufsteigers. So schaffte es Stephan Morgenstern nicht, den Ball nach glänzender Vorarbeit von Christian Kuhn aus kürzester Distanz über die Linie zu drücken (12.). Während sich auf Seiten des Aufsteigers nach knapp 20 Minuten langsam Unmut über die Vielzahl der vergebenen Chancen breitmachte, kamen die Uckermärker zu ihrem ersten Angriff. Doch der Distanzschuss von Clemens Kolbe wurde abgeblockt, sodass Jens Vierich im Lichterfelder Tor weiter beschäftigungslos blieb (23.). Mitte der ersten Halbzeit verflachte die Partie zusehends und Tormöglichkeiten wurden Mangelware. Da sowohl Stephan Morgenstern für die Gastgeber (30.) als auch Andre Sengebusch (43.) mit dem ersten Torschuss für Blau-Weiß Gartz scheiterten, ging es mit dem knappen 1:0 in die Kabine. Nach Wiederanpfiff bot sich den knapp 80 Zuschauern ein ähnliches Bild wie zu Beginn des ersten Durchgangs: Der Aufsteiger produzierte ansehnlichen Kombinationsfußball und die Elf von Trainer Holger Mundt sah sich fast ausnahmslos in die eigene Hälfte gedrängt. Zunächst verschaffte sich Martin Kühn nach herrlicher Einzelaktion eine ausgezeichnete Schussposition, behielt im Abschluss jedoch nicht die nötige Übersicht (48.). Von den Gästen war weiterhin überhaupt nichts zu sehen, sodass es sich über 75 Minuten der gesamten Begegnung um Einbahnstraßenfußball handelte und es nur eine Frage der Zeit schien, wann das 2:0 fallen würde. Nach 57 Minuten setzte sich Martin Sturm bis in den gegnerischen Strafraum durch und wird dort zu Fall gebracht. Doch statt des vertretbaren Elfmeterpfiffs entschied der Schiedsrichter auf Schwalbe und eine gelbe Karte für den Defensivakteur, der den Lichterfeldern aufgrund eines Auslandssemesters bis weit in die nächste Saison hinein fehlen wird. Nachdem auch der ruhende Ball zunächst nicht vom Freistoßspezialisten Christian Kuhn verwandelt werden konnte (61.), war es kurz darauf der Pfosten, der Stephan Morgenstern in Szene setzte und dieser dann das längst überfällige 2:0 erzielte (65.). Die Blau-Weißen wirkten stehend k.o. und mental bereits mit der Planung für die nächste Saison beschäftigt. Auf Lichterfelder Seite entwickelte sich das Geschehen immer mehr zu einem Trainingsspiel. Einzig Florian Koppe war es zu verdanken, dass der Vorsprung der Hausherren nicht bereits höher ausfiel und Christian Kuhn per Kopf zum 3:0 traf (68.). Kurz darauf war jedoch auch der Gartzer Schlussmann chancenlos, als Alexander Kohl einen Eckstoß per sehenswerter Direktabnahme unhaltbar unter die Querlatte hämmerte (72.). Sechs Minuten später sorgte Christian Kuhn mit einem Doppelschlag (78./80.) für die endgültige Entscheidung und krönte seine starke Leistung. Doch auch nach dem 5:0 war der Torhunger der Lichterfelder nicht gestillt. Nachdem Michael Kohl zunächst am Gartzer Schlussmann scheiterte (81.), sorgte er mit seiner dritten Torvorlage an diesem Tag für den sechsten Treffer seines Teams. Er setzte sich bis zur Grundlinie durch und bediente den mitgelaufenen Florian Sturm, der mit dem 6:0 den Schlusspunkt auf eine beachtliche Lichterfelder Saison setzte. Florian Sturm |