Brandenburg-Liga 2009/10 (Stand 12.06.2010)

Spielbericht

30. Spieltag - Samstag, 12.06.2010 - 15:00

Oranienburger FC Eintracht (3.) - SV Grün-Weiß Lübben (10.) 2:1 (1:1)

Oranienburger FC Eintracht: Dirk Brändike, Robert Berg, Lulombo Francisco Rafael, Alexander Schmidt, Niels Niedermayer, Iheb Ben- Abdallah, Kai Bremer (88. Marc Maguhna), Stefan Lißner, Andor Müller (56. Osman Kucak), Sven Hartmann, Agbor Solo Tabe (72. Dalibor Sebastijanovic); Trainer: Dirk Hein

Kader: Christoph Bartodziej, Konrad Cudny, Stephan Mann

SV Grün-Weiß Lübben: Steffen Blaske, Christian Harmuth, Marc Metzing, Gordon Pohle, Michael Leschnik, Sebastian Jurrack, Stephan Lindow, David Jedro, Patrick Nitsch, Marc Hübner, Clemens Becker; Trainer: Dirk Minkwitz

Kader: Steven Hoffmann, Florian Popp, René Krabe, Ken Märting

Tore: 0:1 Patrick Nitsch (4.); 1:1 Agbor Solo Tabe (6.); 2:1 Kai Bremer (79.)

Schiedsrichter: Katja Mattig (Müllrose)

Zuschauer: 75

Gelbe Karte: Kai Bremer (13.) (54.) / Patrick Nitsch (74.), Stephan Lindow (84.)

Als ginge es um den Klassenerhalt

Auch die letzte Begegnung der Saison hat Grün-Weiß Lübben beim Oranienburger FC Eintracht verloren. Mit der 2:1-Niederlage beendete die Mannschaft die Spielzeit mit fünf Pleiten am Stück. Dabei beharkten sich die Teams teilweise, als ginge es um den Klassenerhalt."Ich weiß nicht wie die Truppe heute auftritt, selbst mir ist es schwer gefallen, die Konzentration hoch zu halten", sagte der scheidende Grün-Weiß Trainer Dirk Minkwitz, der sein letztes Spiel von der Bank aus begleitete, vor der Partie. Dazu kämen noch die anhaltenden Personalprobleme, die ebenfalls nicht zur Motivation beitragen würden. So musste Reservekeeper Marc Hübner abermals als Feldspieler 90 Minuten abspulen. Der früh an der Leiste verletzte Christian Harmuth versuchte als Prellbock im Sturm die Bälle zu halten. Laufen konnte er jedoch nicht mehr.Beide Mannschaften begannen allerdings auf der Überholspur. Mit viel Tempo gingen die Kontrahenten aufeinander los und schossen Tore. Das 0:1 fiel bereits nach vier Minuten, als Patrick Nitsch eine Flanke von Marc Hübner zwanzig Zentimeter über der Rasenkante ins Oranienburger Tor köpfte (4.). Die Gastgeber, bei denen vor allem Agbor Solo Tabe Wirbel veranstaltete, kamen aber nur zwei Minuten danach zum Ausgleich. Ein Zuspiel von Andor Müller nahm Tabe mit links an und schoss die Kugel direkt mit rechts in den Dreiangel (6.). Danach konnte dem Lübbener Fan angst und bange werden. Oranienburg kombinierte schnell und flüssig und wirbelte die Deckung der Gäste durcheinander. Nach 15 Minuten musste Grün-Weiß Coach Dirk Minkwitz umstellen, beorderte den verletzten Christian Harmuth von der Abwehr in die Spitze und zog Michael Leschnik zurück, der sich fortan um Agbor Solo Tabe kümmerte. Oranienburg blieb klar spielbestimmend, auch weil der Lübbener Sturm mit Marc Hübner und Christian Harmuth für keinerlei Entlastung sorgte. Hinten stand Lübben in der Folge aber sicher. Michael Leschnik nahm Tabe aus der Partie, Gordon Pohle, Marc Metzing und Steffen Blaske ließen auch nichts mehr anbrennen. So wurde die Begegnung von Minute zu Minute langweiliger. Eine Chance von Stephan Lindow (18.), eine durch Agbor Solo Tabe (30.), ein Freistoß hier (Michael Leschnik drüber, 33.), einer da (Sven Hartmann auch drüber, 35.) das war alles in Halbzeit eins. Nach dem Wechsel hatte Lübben die erste Gelegenheit, als der Eintracht-Keeper Dirk Brändike einen Freistoß von Michael Leschnik genau vor die Füße von David Jedro faustete. Der zog sofort ab, Andor Müller rettete für seinen geschlagenen Torhüter auf der Linie (48.). Beide Mannschaften beharkten sich danach im Mittelfeld, ohne das Feuer der ersten Viertelstunde wieder zu finden. Der Druck der Gastgeber wurde erst im letzten Viertel der Partie wieder stärker, auch weil bei den Gästen der Akku langsam leer ging. Oranienburg, holte mit frischem Personal neuen Schwung und hatte Chancen. Gordon Pohle klärte einen Schuss von Sven Hartmann kurz vor der Linie (74.) und Steffen Blaske rettete mit dem Fuß gegen den gleichen Spieler, der frei vor ihm auftauchte (77.). Fast folgerichtig kam die Eintracht doch noch zum Sieg. Nach einem unnötigen Foulspiel köpfte Kai Bremer den Freistoß von Sven Hartmann völlig allein gelassen zum 2:1 ein (79.). Lübben warf jetzt alles nach vorn, spielte in der Abwehr vogelwild, Oranienburg vergab aber die Konterchancen kläglich (Nils Niedermayer, 81., Kai Bremer, 85.). Als dann ein 18-Meter-Schuss von Christian Harmuth knapp vorbeiging (83.) und Clemens Beckers Schuss von Iheb Ben Abdallah auf der Linie geklärt wurde (89.), war Lübbens Niederlage eingetütet. Dirk Minkwitz sagte zum Schluss: "Kompliment an die Mannschaft, die sich angesichts der Probleme hervorragend geschlagen hat und trotz des gesicherten Klassenerhalts bis zum Schluss alles gegeben hat." Die schon vor dem Anpfiff abgestiegenen Gastgeber spielten und kämpften allerdings ebenfalls so, als ginge es noch um den Klassenerhalt. Negativ aufgefallen war dabei lediglich ihr Co-Trainer, der an der Linie Kommentare unter der Gürtellinie abgab und gelbe oder rote Karten von der im zweiten Durchgang immer konfuser pfeifenden Schiedsrichterin Katja Mattig forderte.

Stephan Teske


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