Landesliga Nord 2008/09 (Stand 13.06.2009)

Spielbericht

30. Spieltag - Samstag, 13.06.2009 - 15:00

1.FV Stahl Finow (11.) - FC Stahl Brandenburg (3.) 4:4 (1:2)

FC Stahl Brandenburg: Christoph Böhm (46. Florian Wegner), Lars Bauer, Eugen Klassen, Steffen Kräuter (81. Stefan Taube), Sascha Tiller, Michael Menke, Daniel Schimpf, Felix Nachtigall, Alexander Tarnow, Florian Mickan, Maik Aumann

Tore: 0:1 Alexander Tarnow (15.); 1:1 Marcel Urbanowicz (34.); 1:2 Steffen Kräuter (36.); 1:3 Maik Aumann (52.); 2:3 Michael Jahn (54.); 2:4 Maik Aumann (62.); 3:4 Michael Jahn (78.); 4:4 Michael Scharf (85.)

Schiedsrichter: Nils Decker (Falkensee)

Zuschauer: 50

Vergebener Elfmeter: Michael Jahn (Foulelfmeter, 67., gehalten von Alexander Tarnow) / -

Dieses Spiel lässt sich schlecht beschreiben. Wenn es in einer Partie für beide Seiten um eigentlich nichts mehr geht, haben sicher oft die Zuschauer wegen der offen geführten Spielweise ihren Spaß . Eine Einordnung der Ereignisse auf dem Spielfeld ist aber nicht so leicht.Das Spiel begann spektakulär. Nach 4 Minuten zappelte der Ball schon das erste Mal im Finower Netz, doch nach Mickans Dierektschuss erkannte der Schiedsrichter zu Unrecht auf Abseits.2 Minuten später meldete sich auch der Gastgeber erstmals zu Wort, doch diesen Schuss konnte Torwart Böhm sicher parieren. Nach 8 Minuten war es Zeit für den nächsten Hochkaräter. Mickans Kopfball konnte der Keeper der Hausherren abwehren, der Nachschuss von Tarnow war auch eine sichere Beute des Schlussmanns . Die aufregende erste Viertelstunde dieser Partie wurde aber doch noch mit einem Tor gekrönt. Nach Felix Nachtigalls Querpass stand Alexander Tarnow goldrichtig und versenkte die Kugel mit viel Übersicht im langen Eck. Danach verflachte die Begegnung zusehends. Finow versuchte weiter munter mitzuspielen und nach 34 Minuten, nach einem schlampigen Ballverlust der Gäste, wurde Christoph Böhm wieder ernsthaft geprüft. Der folgende Abstoß geriet zum nächsten Aufreger auf der Trainerbank der Havelstädter, denn ein katastrophales Missverständnis brachte einen Finower Spieler in Ballbesitz, der das Leder dann auch souverän versenkte. Nur 2 Minuten später antwortete der FC Stahl mit einem Freistoß von Nachtigall und dem anschließenden Kopfballtreffer von Steffen Kräuter im Stile einer Spitzenmannschaft mit dem 1:2.Auch im Anschluss an diese Szene hatten die Brandenburger die besseren Möglichkeiten auf ihrer Seite, doch weder Aumann ( auf der Linie gerettet) noch das vermeintliche Abseitstor von Michael Menke konnten etwas am Halbzeitergebnis ändern. Im zweiten Spielabschnitt mussten die Blau- Weißen ihren Torwart wechseln. Christoph Böhm verlies verletzungsbedingt das Spielfeld und Alexander Tarnow , eigentlich ja Offensivspieler bei den Gästen, hütete von nun an das Tor. Der Beginn der 2. Halbzeit gehörte wieder eindeutig den Brandenburgern. Wurden vorher noch gute Torchancen vergeben, konnte nach 53 Minuten Maik Aumann einen feinen Pass von Felix Nachtigall zum 1:3 verwerten. Doch der Schlendrian hielt auch beim FC Stahl an diesem Nachmittag regelmäßig Einzug und somit fiel das 2:3 nur 2 Minuten später.Immer wenn sich der Tabellenzweite auf seine Stärken besann, wurde es sofort gefährlich. Davon konnten sich die wieder zahlreich mitgereisten Brandenburger Fans in der 63. Minute überzeugen, als Maik Aumann eine schöne Eingabe von Florian Mickan zur sicher geglaubten 2:4 Führung verwandeln konnte. 5 Minuten später hatte dann „Ersatzkeeper" Tarnow seinen großen Auftritt, denn er hielt mit einer riesigen Parade einen Foulelfmeter des Finowers Jahn. Doch dieses Spiel begann nicht nur spektakulär, sondern es endete auch so. 10 Minuten vor Spielschluss schlossen die Gastgeber einen schnellen Gegenstoß zum 3:4 ab und in der 87. Minute entsprang das 4:4 einer feinen Kombination der heimischen Stahlelf. Somit blieb es bei der Punkteteilung und einem torreichen Spiel, über dessen sportliche Wertung sich jeder sein eigenes Bild machen sollte. Nun warten die wohl spannendsten 2 Wochen seit langer Zeit auf die Brandenburger Landesligafußballer. Gegner in der anstehenden Relegation ist der RSV Waltersdorf, weil der eigentlich Zweitplatzierte aus Mühlberg überraschend seine Chance um den Aufstieg nicht wahrnehmen wird.

Andreas Koch


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